Udo_Springfeld

Nichts als die Wahrheit stirbt zuerst.

Die U.S.A. bleiben sich vor dem Sicherheitsrat der UN treu:

Wir können nicht ausschließen, dass russisches Personal beim Betrieb dieser Systeme geholfen hat.

Samantha Power, Botschafterin der U.S.A. bei den Vereinten Nationen, bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York zum Abschuss von MH 017

Ist nicht gelogen. Es kann auch niemand ausschließen, das Gott existiert und sich in einer Blechhütte am Zuckerhut gerade einen Golden Schuss setzt.

Aber es erinnert schon sehr an die Sitzung de UN-Sicherheitsrates am 5. Februar 2003, als Colin Powell von Mobile Labors phantasierte als hätte er selbst uranwaffenfähiges Agent Orange aus dem Niger geschnüffelt, bevor er der versammelten UN die “Beweise” gegen den Irak und allem voran Saddam Hussein vorlegte. Ein Jahr später entschuldigte sich Powell. Das dies diesmal nicht passiert kann dagegen ausgeschlossen werden.

no-reply@…

Mein Posteingang ist voll. Zu einem guten Teil mit E-Mail, auf den der Absender keine Antwort wünscht. Sie bringen das bereits im Betreff auf den Punkt oder im Text zum Ausdruck. “Bitte nicht antworten!” lautet die Botschaft. Merkwürdig vor allem deshalb weil man gerade eine Botschaft in Händen hält.

Früher waren Monologe allerdings zumeist Massenkommunikation. Eine an viele gerichtete Botschaft, etwas das beim Rezipienten gar nicht den Wunsch nach bidirektionalem Austausch weckte. Da war der Marlboro Man, der in den Sonnenuntergang ritt, im Westen, oder die Lautsprecherwagen der Bundesrepublik Deutschland in Berlin-West, gen Osten. Doch jene Nachrichten, von denen Newsletter abzuziehen sind, sind anders.

Gemeint sind die, die Verträge oder Geschäftsvorfälle begleiten. Gleich ob automatische Antworten auf eigene E-Mail, Statusmeldungen auf Bestellungen, Pressemitteilungen und Newsletter: Spätestens man auf Antworten klickt, erblickt man eine Antwortadresse, die mit no-reply bzw. keine-Antwort beginnt. Dabei sind es doch gerade diejenigen mit Fragen die sich schnelle und individuelle Antworten wünschen. Sei es weil der Inhalt der automatisch verschickten E-Mail schlicht falsch oder einfach nur missverständlich ist und als solches Rückfragen provoziert. Gestern geriet ich in so einen Strudel aus Fragen und Antworten, den eine einfache Vertragsverlängerung verursachte. Insgesamt zwei Dutzend Mails und unzählige Chat-Mitteilungen später steht für mich fest, das Kommunikation als Kerngeschäft nicht bedeutet das es sich im Unternehmen um eine Kernkompetenz handelt. Auch auf Kommunikation spezialisierte Unternehmen können sich ziemlich dämlich anstellen, wenn es um einfache Geschäftsvorfälle geht. Dabei würde ein gutes CRM vieles einfacher machen. Alle Kommunikationskanäle bündeln und einfach zugänglich machen ist ja auch kein akademischer Geniestreich, sondern handwerkliches Rüstzeug jedweder auf ein Ziel gerichteten Unternehmung.

Überdies öffnet eine so abwehrende Informationswüste wie solcherlei Mails Phishing Tür und Tor, so meine These: In den Mails, die den Originalen ja täuschend echt nachempfunden werden, wird plötzlich ein Mehrwert in Aussicht gestellt. Würde mich nicht wundern wenn das zu höheren Öffnungsraten und in der Folge zu größeren Schäden führen würde.

Merkel-Maut folgt Merkel-Steuer

2005 versprach Merkel hoch und heilig: Mit ihr werde es keine Mehrwertsteuererhöhung geben, um kurz nach der Wahl in ihrer ersten Großen Koalition satte drei Prozentpunkt aufzuschlagen. Seit heute ist amtlich: Auf die Merkel-Steuer folgt nun die Merkel Maut: 2013 versprach Merkel hoch und heilig, dieses Mal sogar in laufende Kameras beim TV-Duell, das eine PKW-Maut mit ihr nicht käme. Und aus gegebenem Anlass daher nochmal das großartige Zitat aus dem TV-Duell in ZDF-Whitewashing-Variante, d.h. ohne Stottern:

»Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben. Das habe ich schon sehr, sehr lange und in vielen Interviews gesagt. [...] Mit mir wird`s eine Maut für Autofahrer im Inland nicht geben.«

Mein Glückwunsch an alle Autofahrer, die Union gewählt haben: Natürlich wird jeder Euro-Cent, den die Plakette kosten wird, vom Straßenbau abgehen. Und so werden die Baustellen auf den Autobahnen länger und öfter sowie die Schlaglöcher mehr und tiefer. Immerhin das tangiert mich persönlich, schließlich bin ich als passionierter Radfahrer selbst betroffen. Ohne Führerschein kann mir die Plakette selbst aber mindestens so am Arsch vorbei gehen der Federung wegen jedwedes Schlagloch.