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Der Sommer steht vor der Tür …

August 28th, 2010 (6 Tage her)

Der Sommer steht vor der Tür, wolle mer ihn nei lasse? Köllsche Frohnatur, die ich bin, kann mir weder das Dreckswetter vor der Tür etwas anhaben, noch eine beleidigende Äusserung über meine Figur:

Der Sommer steht so langsam aber sicher vor der Tür und ihr wisst alle was das heißt: Es wird am Strand und im Freibad nackte Haut gezeigt. Schon ärgerlich wenn da noch der Oster-, oder gar der Weihnachtsspeck auf den Rippen ist. Da solltest du schleunigst was tun!

So leitet der Preisbock seinen Newsletter an mich ein. Dafür gibt es von mir glatt eine Empfehlung, ist nämlich auch gar nicht teuer, Bauchmuskeltrainer von Beuer. Tötö, tötö, tötö. Wer sich also vor Beginn der Freibad-Saison schnell noch ein Sixpack zulegen will sollte zugreifen.

Prost!

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24. August Windows 95

August 24th, 2010 (9 Tage her)

Die deutsche Wikipedia ist in Teilen in nicht mehr herzeigbarem Zustand. Gegenüber vergleichbaren Sprachen weist sie erhebliche Lücken, Fehler und zuweilen den Schreibstil eines betrunkenen Streifenhörnchens auf. Heute vor fünfzehn Jahren war ein denkwürdiger Tag, und ich war gespannt was ich heute und fünf Windows-Versionen später über Microsoft Windows 95 noch von Wikipedia erfahren mochte. Das Fazit: Fast nichts. Nur ein Abschnitt überraschte mich, möglicherweise weil ich bei Einführung von Windows 95 noch nicht über ein optisches Laufwerk verfügte:

In der Betaversion können mit dem virtuellen Gerätetreiber „cdfs.vxd“ (Größe: 77,2 KB) Musik-CDs noch wie ein gewöhnlicher Windows-Ordner geöffnet werden. Dort werden die einzelnen Musikstücke als kopierbare WAV-Dateien in Mono und Stereo in jeweils drei Qualitätsstufen angezeigt. Ein Rippen von Musikdateien war damit nicht nötig. Die „cdfs.vxd“ wurde in der Verkaufsversion durch eine nur noch 57,7 KB große Datei ersetzt, die nur noch Verknüpfungen anzeigt (*.cda-Dateinamen). Die „cdfs.vxd“ der Beta-Version war bis einschließlich Windows ME funktionsfähig. Sie wurde von verschiedenen Computerzeitschriften in beigelegten CD-ROMs oder Online zum Download angeboten.

Das bei dem Vorgang die Contentmafia ihre Finger im Spiel gehabt hat, dürfte auf der Hand liegen. Das die sich angesichts der Qualität der Artikel bei Wikipedia keine Sorgen machen müssen, ihre Nachschlagewerke nicht mehr an den Mann zu bringen, ebenso. Das der 24. August Windows 95 für mich ein spannender Tag war, auch wenn ich schon Monate vorher die erste Testversion in Händen hielt, ist Geschichte. Noch heute erinnere ich mich an das hellblaue Paket, den Diskettensatz (!), den gelben Aufkleber mitsamt Lizenznummer.

Neulich kramte ich in meinen persönlichen Erinnerungen, darunter fand sich natürlich auch Computer bezogenes, wie eine Liste der damals vorabveröffentichen Builds von Windows 95 Beta alias Chicago: 4.000.345, 4.000.347 in einem breit angelegten Public Preview Program veröffentlicht, 4.000.437, 4.000.490 heruntergeladen per msn (damals noch: The Microsoft Netzwork), 4.000.499, 4.000.501, 4.000.510, 4.000.950R1, 4.000.950R2, 4.000.950R3 und schließlich 4.000.950R6 als “GOLDEN CODE”, heute “RTM” für “ready to manufactur”. Die vielen Schritte damals stellten eindrucksvoll zur Schau, wie sich Microsoft damals von der veröffentichten “Fachpresse” mit den bunten Bildern und der hierdurch bei den Kunden geweckten Erwartungshaltung hetzen lies. Heraus kam ein Unvollendetes, bei dem das Marketing und eine Reihe sehr guter Neuerungen die offene Baustelle, an der man noch Jahre später arbeitete, verschmerzen half.

Das jemand Windows 95 auf Android an den Start brachte lies mich dann übrigens bei meinem MP3-Portal vorbeischauen und den damals eigens hierfür arrangierten Song, »Start me up!« von den Rolling Stones herunterzuladen. Auch davon erfährt man bei Wikipedia übrigens nichts.

Auf dem Riegerplatz-Flohmarkt habe ich übrigens vergangenes Wochenende mein himmelblaues Paket unter blauem Himmel an den Mann bringen wollen, vergeblich wie sich herausstellte. Selbst das kleine Preisettikett “HUGENDUBEL 759,-” konnte niemand von dem zweiten Paket überzeugen, einer Vollversion von Windows NT 4.0. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, schön waren sie trotzdem.

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Nichts ist älter, als die Nachricht von gestern.

August 24th, 2010 (10 Tage her)

ePerso
Vergangene Woche habe ich noch amüsiert über die folgende Nachricht geschmunzelt: »Das sicherste Dokument auf dem Planeten« zitierte heise den wichtigsten Satz aus einer Pressemitteilung höchst prominent. Und gestern dann die Nachricht, die heute im Grunde schon keine mehr ist: Der neue Personalausweis, den wir ab nächstem Jahr ausgehändigt bekommen sollen, und der eine Menge Geld kosten wird, wird uns noch viel mehr Geld kosten, wenn er mit der für ihn konstruierten Gerätschaft am Computer in Kontakt kommt. Die nämlich, so fand mal wieder der CCC heraus, und nicht etwa die hierzu herangezogenen Sachverständigen, das Bundesinnenministerium, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik oder das Bundeskriminalamt, ist schwer anfällig. Wieder einmal mehr sind es ein paar professionelle Hobbyisten und dem investigativen Journalismus verschriebene, die immer und immer wieder unter Beweis stellen: Sicherheit gibt es nicht. Wer Sicherheit verspricht lügt. Und dazu ganz passend: Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière sieht keinen Handlungsbedarf.

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Udo Springfeld.

Dies ist das Blog von Udo Springfeld.
Digital Native aus Darmstadt, Informatik-Student, Internet-Enthusiast, Mitglied der SPD, grobschlächtiger Feinschmecker, feingeistiger Filmfreund, early adopter,
mit Blick über den Tellerrand.

Zitate

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Redensart

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