Stellwerk Eberstadt auf dem Abstellgleis abgestellt

Am 27.11.2011 war Schluss mit dem Stellwerk im Bahnhof Darmstadt-Eberstadt. Von da an, in der Nacht zu eben dem Sonntag drehte sich 3 Stunden lang kein Bahnrad und es fuhren Busse. Während die alten Signale abgebaut wurden, um somit letzte Voraussetzungen für die Inbetriebnahme des Streckenabschnitt unter Kontrolle des elektronischen Stellwerkes im Frankfurter Gallusviertel zu erfüllen, das nunmehr die Kontrolle über 60 Kilometer Kabel in 10 Kilometern Kabelschacht auf 32 neue Signale und neu motorisierte Weichen ausgeübt wird. Als ich neulich mal am Bahnhof auf meinen Zug wartet, der an Gleis 3 abfuhr, durchfuhren den Bahnhof ziemlich viele Güterzüge auf dem selben Gleis, während Bahnmitarbeiter zwischendrin auf den Gleisen beschäftigt waren und meiner Interpretation nach die Wirkung der durchrauschende Züge auf die nunmal in kurzem Zeitabstand von der Hauptstrecke ab- und auf die Hauptstrecke aufbiegenden schweren Züge zu kontrollieren. Das waren dann auch schon die einzigen Arbeitsplätze, die hier kurzfristig geschaffen wurden. In besagter Nacht waren es insgesamt 150. Von den drei im Schichtbetrieb im Stellwerk Eberstadt tätigen Mitarbeitern der Bahn fehlt seither jede Spur, jedenfalls für diejenigen die annehmen das hinter der Scheibe noch jemand Dienst tut. Das die Menschen sich das denkekn ist so regelmäßig zu beobachten wie nachvollziehbar: Im zugegebenermaßen übersichtlichen Bahnhof gibt es kein Wegeleitsystem, und dort wo Schilder hängen unterschlagen sie die Hälfte. Den 320 vorbeirauschenden Zügen vor der Inbetriebnahme, und den geschätzt 350 danach ist das egal. Sie rasen vorbei, als ob nie jemand die letzten 50 Jahre die 30 Weichen auf der Strecke aus dem kleinen Kabuff bedient hätte. Größer als der ist der neue Notbedienplatz, 300 Meter Luftlinie vom ehemaligen regelmäßigen Arbeitsplatz der Disponenten auch nicht.

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