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Der nicht ganz normale Bahnsinn

29. Januar 2010
Gerade rief mich meine Frau an, ihr Zug ist kurz vor Aschaffenburg, viel zu spät, überfüllt und unterkühlt. Für den Umstieg blieben im Normalfall nur Minuten, aber ihr Anschluss vermutlich schon verloren. Vermutlich, weil das “Zugteam” keine Durchsage macht, oder zu spät, und sie mich daraufhin anrief. Mein Blick auf die Abfahrtstafel – einen Service der Bahn in Analogie zu den Ankunftstafeln an Flughäfen – rief einen kalten Schauer hervor, und das nicht weil es draußen schneit wie verrückt. Nachdem ich vor einer halben Stunde “den Stift fallen lies” und gleich zum Bahnsteig spazieren darf, bin ich wenigstens schon darauf vorbereitet was mich dort heute erwartet, in Auszügen das hier: 20 Minuten wegen »Störung am Triebfahrzeug«. Üppige 30 Minuten aufgrund »Verspätung aus vorheriger Fahrt«, lediglich 5 Minuten wegen »Verzögerungen im Betriebsablauf«, 15 Minuten durch »Witterungsbedingte Störung«, 20 Minuten hervorgerufen durch »Störung am Triebfahrzeug und Gleiswechsel«, weniger Glück haben die Gaffe..Reisenden beim »Notarzteinsatz am Gleis«: ca. 50 Minuten. 20 Minuten wartet man auf einen Zusatzzug/Ersatzzug, eben wegen »Warten auf Anschlussfahrgäste« und ebenso lang wegen »verspätete Bereitstellung« Unter diesen Umständen hätte ich gern das Windows 7 Netbook geborgt, mit dem neuen Spiel ließe es sich am Bahnsteig aushalten.

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