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SPD-Rechte in Hessen proben Aufstand: Reaktionen der Medien

5. November 2008
Eindrücklich war die erste Reaktion der Medienvertreter auf der Pressekonferenz, als nämlich Carmen Everts ihre Mitarbeit und die Mitarbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Fraktion anbot, entspann sich im Saal unter den anwesenden Reportern heiteres Gelächter. Kurz darauf, als Silke Tesch ihre Rede mit dem Satz »Ich bin nicht jemand der verdeckt aggiert, und andere ins offene Messer laufen lässt.« enden lies, das selbe Gelächter der geladenen Pressevertreter, neben den Parteimitgliedern und Politikwissenschaftlern sicherlich die intimsten Kenner des politischen Geschäfts und den sich vor ihnen aufbauenden Dissidenten. Weniger humoristisch, eher dem Ernst der Lage angemessen waren die abgedruckten Reaktionen der Presse, von denen ich im folgenden einige herausragende Beiträge verlinken möchte. Anmaßung und Opferrhetorik wirft Franziska Augstein, Tochter des Spiegel-Herausgebers Rudolf Augstein, ausdrücklich nur den drei weiblichen Abgeordneten vor. Sehr lesenswert, zumal zu Ende ihres wohlrecherchierten Artikels eine wesentliche Aussage von Dagmar Metzger in Frage gestellt wird. Hermann Scheer ist ein Heisssporn, aber eben ein gradliniger. Kritik an Jürgen Walters spontanen Wechsel seines Wunschresorts während der Koalitionsverhandlungen dampft Hermann Scheer in einem Interview mit der Zeit auf nur einen Satz ein, indem es schlicht und ohne direkten Bezug heißt »Was man zum Wahlkampfschwerpunkt macht, muss man dann auch gefälligst umsetzen.« Zuvor hatte sich Jürgen Walter von seinem zuvor gehegten Wunschresort, dem Innenministerium, spontan für das Wirtschaftsministerium entschieden und im Anschluss behauptet und behaupten lassen man habe ihn bei der Vergabe »politischen Gewinns« nicht angemessen berücksichtigt. Im Interview “Ypsilanti wurde öffentlich hingerichtet” mit dem hessische SPD-Abgeordnete Turgut Yüksel spricht der unverblümt von einer »Verarschung und Missachtung der Parteitagsbeschlüsse« Neues Deutschland spricht von einem neokonservativem Putsch. Der Stern sieht Bundes-SPD im Zusammenhang kritisch Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verherrlicht die vier Abgeordneten unter der Überschrift Die phantastischen Vier.

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