DO(NT QU)IT

Es gibt zu tun. Es gibt immer mehr zu tun, als man zu tun vermag. Und deswegen ersann jemand irgendwann einmal: To Do-Listen.

To Do-Listen tendieren dazu, nie zu enden. To Do-Listen funktionieren nämlich nach »First In – First Out« Prinzip, kurz FIFO, wie beim Tischtennis. Dringende und wichtige Aufgaben dominieren nach Eingang das Spiel. Der Ball wird über das Netz gespielt, Und nach »Last In – First Out«, LIFO, wie an der Supermarktkasse: Aufgaben werden hinzugefügt, und in der Reihenfolge abgearbeitet. Und irgendwann werden wichtige und/oder dringende Aufgaben hinzugefügt, und die dann eben zuerst erledigt: Der junge Mann an der Kasse, mit den drei Artikeln, dem die Oma bedeutet, das er vorgehen könne. Und weil man bei der Bearbeitung der Aufgaben auch in Abhängigkeiten gerät, die aufzulösen Zeit brauchen, kommt spätestens dann das vom CD-Player bekannte Skip hinzu. Regelmäßige Aufgaben folgen einzeln oder in der Reihung von Tracks einer CD auf Repeat wieder, manchmal immer wieder. Und dann, wenn alles dringende, wichtige abgearbeitet ist, wenn alle terminierten Aufgaben in zumindest so weiter Ferne liegen, das sie noch nicht wieder zu dringenden Aufgaben geworden sind, kann man sich aus dem sich bietenden Fundus mehr oder weniger frei bedienen.

Eine der wichtigsten Lektionen, die das Leben bietet: Alles hat ein Ende, nur die To Do-Liste keines.

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