{"id":9539,"date":"2016-06-24T14:13:25","date_gmt":"2016-06-24T12:13:25","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=9539"},"modified":"2021-01-08T13:51:16","modified_gmt":"2021-01-08T12:51:16","slug":"30-zone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2016\/06\/24\/30-zone\/","title":{"rendered":"30 Zone"},"content":{"rendered":"<p>Baupl\u00e4ne f\u00fcr den Umbau der Frankfurter Stra\u00dfe sorgen in meinem alten SPD-Ortsverein Martinsviertel-Johannesviertel <a href=\"http:\/\/www.spd-majo.de\/index.php?nr=32619\">f\u00fcr Widerspruch<\/a>, und bei einer Ortsbegehung folgten dem wohl \u00bbknapp 30 Anwohner\u00ab &#8211; wobei ich behaupte, das niemand gez\u00e4hlt hat, wie viele Anwohner oder den Aufstand antizipierende Genossen darunter waren.<\/p>\n<p>Fest steht nur: Etwas mehr als 30 Parkpl\u00e4tze werden verloren gehen, wenn die <a href=\"https:\/\/www.heagmobilo.de\/davia\">Planungen wie bei HEAG mobilo ver\u00f6ffentlicht<\/a> umgesetzt werden. Etwas weniger als 30 &#8222;Anwohner&#8220; waren vor Ort und bekundeten ihren Unmut. 30:30. 1:1.<\/p>\n<p>Inklusion und intelligente Mobilit\u00e4t kosten Platz, Parkpl\u00e4tze zuvorderst.<\/p>\n<p>Menschen einander n\u00e4her zu bringen erreicht man nicht, indem man sie davon \u00fcberzeugt das andere Menschen ihnen ihre Pl\u00e4tze wegnehmen, egal ob es Arbeits- oder Parkpl\u00e4tze sind. Und man macht intelligente Mobilit\u00e4t nicht m\u00f6glich, indem man weiter tonnenschweren Dino\u00f6fen protegiert. \u00bbAutofahrer sind auch nur Menschen\u00ab, aber dieses <i>auch<\/i> w\u00fcrde bedingen, dass man sie vorher anders behandelte. Hat man auch: Man hat Darmstadt in eine autogerechte Stadt gewandelt.<\/p>\n<p>Das jetzt ausgerechnet die heranwachsenden Genossen daf\u00fcr pl\u00e4dieren, die Politik der autogerechten Stadt fortzusetzen, ist absurd, oder einfach r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt. Man mag die 30 aus der Anwohner und Autofahrer f\u00fcr sich gewinnen. Die anderen zigtausend Menschen, die nach diskriminierungsfreier Infrastruktur verlangen st\u00f6\u00dft man damit ab.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen gesellschaftliche Teilhabe f\u00fcr alle zu Gunsten von ein paar Anwohnerparkpl\u00e4tzen drangeben, indem wir in ihrer Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkten Personen das Leben schwerer machen. Oder wir nehmen sie mit an Bord, im gr\u00fcnen Darmstadt-Nord zwischen Nordbahnhof und Willy-Brandt-Platz, wie zuvor beispielsweise auf der Tangente Rheinallee, auf \u00bbNeue Wege f\u00fcr Arheilgen\u00ab oder demn\u00e4chst auf der Bismarckstra\u00dfe, n\u00e4mlich etwa mit Hochbordhaltestellen und Orientierungsstreifen. Man k\u00e4me mit Rollst\u00fchlen und Gehhilfen von und nach entlang der Frankfurter Stra\u00dfe. Jeder. Egal ob mit einem Auto, oder \u00d6ffentlichen Verkehrsmittel.  So wie es schon in Arheilgen entlang der Frankfurter Stra\u00dfe gemacht hat, als der zust\u00e4ndige Stadtrat noch Genosse war und da wohnte, mit anderen Worten: Als das alles noch gut war, auch wenn die Projektkosten explodierten.<\/p>\n<p>Damals haben die Gr\u00fcnen im \u00dcbrigen, damals auch schon an der Regierung beteiligt, bereits darauf hingewiesen, dass die Planungen Radfahrer diskriminieren. Dennoch hat man an den Planungen festgehalten und ein Mischmasch aus Schutzstreifen und f\u00fcr Radfahrer freie B\u00fcrgersteige umgesetzt, die eine Fahrradstra\u00dfe in Arheilgen unabdingbar gemacht haben. Aber das Lichtraumprofil in Arheilgen ist nat\u00fcrlich ein anderes. In der Frankfurter Stra\u00dfe n\u00f6rdlich des Willy-Brandt-Platz ist viel mehr Platz, auch Parkplatz. Eben 33 weniger. Aus dieser Fundamentalopposition heraus wird meine SPD im Viertel, die jedenfalls nicht drei Jahre halten k\u00f6nnen. Daf\u00fcr wird sie mit ihrem Vorgehen mehr verlieren. In die Gefahr, in die 30er Zone zu kommen, also auf dem Stimmzettel, wird sie so ganz sicher nicht.<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren haben wir mit dem Slogan \u00bb<a href=\"http:\/\/www.spd-darmstadt.de\/pressemitteilungen\/fahrradtour-durch-das-martinsviertel-und-das-johannesviertel\">Fahrrad fahren macht sch\u00f6n<\/a>\u00ab Vor den j\u00fcngsten Kommunalwahlen wurden mehrere der damals beteiligten aus dem Vorstand gekegelt. Seither kann ich wieder mehr Radfahren. So wie die Gr\u00fcnen in ein paar Jahren mit der SPD. Ob deren Slogan dann auch \u00bbAutofahrer sind auch nur Menschen\u00ab wird ist noch nicht entschieden. F\u00fcr sie k\u00e4mpft sie jedenfalls schon heute. Das ist ihr immerhin schon positiv anzuerkennen: Sie macht nach der Wahl, was sie vorher auf den Plakaten ank\u00fcndigt. Den Autofahrer nicht nur als Mensch zu verstehen, sondern auch als Anwohner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baupl\u00e4ne f\u00fcr den Umbau der Frankfurter Stra\u00dfe sorgen in meinem alten SPD-Ortsverein Martinsviertel-Johannesviertel f\u00fcr Widerspruch, und bei einer Ortsbegehung folgten dem wohl \u00bbknapp 30 Anwohner\u00ab &#8211; wobei ich behaupte, das niemand gez\u00e4hlt hat, wie viele Anwohner oder den Aufstand antizipierende Genossen darunter waren. 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