{"id":8254,"date":"2016-10-12T14:56:19","date_gmt":"2016-10-12T12:56:19","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=8254"},"modified":"2016-10-12T14:56:19","modified_gmt":"2016-10-12T12:56:19","slug":"2-netze-1-ballungsraum-0-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2016\/10\/12\/2-netze-1-ballungsraum-0-netz\/","title":{"rendered":"2 Netze, 1 Ballungsraum, 0 Netz"},"content":{"rendered":"<p>Leck mich doch, Merkel! Der einzige Netzausbau in diesem Land findet vor deiner Datscha statt: Als extra3 dem privilegierten Netzzugang auf die Schliche kam, gab es ein kurze Statement des Telekom-Pressesprechers. Klar, irgendwann w\u00e4re hier auch schnelles Internet verf\u00fcgbar geworden, dank der prominenten Einwohnerin aber schon 2012, nicht 2050, wie in allen \u00fcbrigen K\u00e4ffern der Mecklenburger Seenplatte. 2015, \u00fcberhaupt; man f\u00e4hrt Zug, und genie\u00dft wahlweise GPRS oder Funkl\u00f6cher. Und zu Hause? Ein Metropole ist es nicht, aber in einem Ballungsraum unweit der Innenstadtgrenze liegt es. Und trotzdem der Breitbandatlas f\u00fcr das ganze Viertel 50 Mbit Bandbreite ausweist, ist das &#8222;leider nicht m\u00f6glich&#8220;. Immerhin: Die knapp 2 sind Geschichte, seitdem der Techniker der Telekom zum zweiten Mal mit L\u00f6tkolben anger\u00fcckt ist und dem Verteilerkasten zu Leibe r\u00fcckte.<\/p>\n<p>Leck mich doch, Dobrindt! Mit deinem populistischen Vorsto\u00df, WLAN in die Z\u00fcge zu bringen, bist du hart an der Realit\u00e4t vorbeigeschrammt. Gesendet von einem Smartphone an einer Steckdose in einem Fernverkehrszug, die keinen Saft hergibt, kein Biss\/chen, keine 220 V, keine 12. Und das unter einer Oberleitung mit zigtausend Volt. Und der gr\u00f6\u00dfte Witz: Die Bahn ist selbst Stromtrassenbetreiber. Du Depp f\u00e4hrst wie alle Bundesverkehrsminister Dienstwagen, und kommst damit allenfalls mal zur Er\u00f6ffnung von irgendwas schienengebundenem. Und von der PKW-Maut, sie laut Merkel nicht, nie und nur \u00fcber ihre kalte Leiche eine Chance haben. Aber wer sich Merkel so ansieht und ihr politisches Machwerk verfolgt k\u00f6nnte ja auch das Leben einer Wasserleiche verfolgen und h\u00e4tte \u00e4hnlich viel Erfolg.<\/p>\n<p>Danke auch, de Maizi\u00e8re! Danke Thomas de Maizi\u00e8re, f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung der Vorratsdatenspeicherung. Sportliche Leistung, sich mit ein und demselben Gesetz gleich zwei Mal eine Abfuhr aus Karlsruhe zu holen.<\/p>\n<p>Diese dritte Gro\u00dfe Koalition setzt wirklich Ma\u00dfst\u00e4be, was das Versagen angeht. Dabei sind es gar nicht alle Koalition\u00e4re. Nur die SPD kann gleichwohl mit Aktionismus aufwarten als auch von sich behaupten bislang nicht alles falsch gemacht zu haben. Anders als die Regierungsmitglieder der Union, die sich seit 2005 nunmehr zehn Jahre richtig reinknien &#8211; in die Fettn\u00e4pfchen wohlgemerkt.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zum Wesentlichen: Die beiden Staatsunternehmen Bundesbahn und Bundespost bzw. deren Rechtsnachfolger unter \u00e4hnlichen Besitzverh\u00e4ltnissen halten es nicht f\u00fcr angebracht den Staatsb\u00fcrger, der ja nunmehr auch Kunde ist, mit einem Element der digitalen Daseinsvorsorge zu bedienen. Das ist besch\u00e4mend. Besch\u00e4mender aber ist, das auch der ach so freie Markt nicht die ihm zugeschriebene Dynamik entfaltet. Stattdessen ist das innovativste daran der Tarif \u00fcber den abgerechnet wird. Wer das Kleingedruckte mal gesehen hat, wei\u00df was bei den Providern gro\u00df geschrieben wird.<\/p>\n<p>Und so verbringe ich die Fahrt mit einem Rant anstatt den Rand zu halten. Und ich habe mir vorgenommen das auch in Zukunft weiter so zu handhaben. Und auch nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leck mich doch, Merkel! Der einzige Netzausbau in diesem Land findet vor deiner Datscha statt: Als extra3 dem privilegierten Netzzugang auf die Schliche kam, gab es ein kurze Statement des Telekom-Pressesprechers. 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