{"id":788,"date":"2009-02-13T11:53:19","date_gmt":"2009-02-13T09:53:19","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=788"},"modified":"2015-12-01T16:43:43","modified_gmt":"2015-12-01T15:43:43","slug":"doping-am-arbeitsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/02\/13\/doping-am-arbeitsplatz\/","title":{"rendered":"Doping am Arbeitsplatz"},"content":{"rendered":"<p>Ich tu&#8216; es auch! Leistung und Laune steigern mittels <strong>Doping am Arbeitsplatz<\/strong>, zur Medikation z\u00e4hlen bei mir allerdings in erster Linie ein, zwei Tassen Kaffee, Traubenzucker und Musik. Harmlos also, wenn man nicht gerade als Taxifahrer gemeinsam mit dem Fahrgast MTV rezensiert, statt auf die Fahrbahn zu achten. Doch ich schweife ab.<\/p>\n<p><strong>800.000 Menschen sollen sich hierzulande am Arbeitsplatz dopen.<\/strong> Und zwar eben nicht mit etwas Dextro Energen, vor einem Vollautomat oder mit Kn\u00f6pfen im Ohr. <strong>Jeder 100. Deutsche nimmt &raquo;regelm\u00e4\u00dfig leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Arzneimittel&laquo; zu sich.<\/strong> Meint zumindest eine von einer Krankenkasse in Auftrag gegebene <a href=\"http:\/\/www.politiblog.de\/?p=1545\">Studie<\/a>, im Rahmen derer 3000 Otto-Normalwertsch\u00f6pfer im Alter von 20 bis 50 befragt wurden.<\/p>\n<p>Wenn ich also am Morgen im H\u00f6rsaal oder am Arbeitsplatz angekommen bin, sind mit l\u00e4ngst Dutzende Menschen begegnet, deren Alltag aus deren Perspektive nur mit Hilfe von Mediakamenten zu bew\u00e4ltigen ist. Wenn man bedenkt wie vielen Menschen ich am Abend begegne, die ihren Alltag nur mit einem &raquo;Feierabendbierchen&laquo; oder &#8217;nem Glas Wein verarbeiten k\u00f6nnen. Wenn ich M\u00e4uschen in hiesigen Schlafzimmern spielen k\u00f6nnte, w\u00fcrde mir zudem jede Menge Schlaflosigkeit begegnen, derer man inzwischen wohl seltener mit Hausmittelchen wie warmer Milch mit Honig beizukommen versucht.<\/p>\n<p>Alles in allem Raubbau am K\u00f6rper, der verg\u00e4nglichsten Resource sowohl f\u00fcr jedes Individuum wie f\u00fcr unsere Volkswirtschaft. Trotzdem besch\u00e4ftigt unsere \u00d6konomie lieber weniger kleine R\u00e4dchen mehr als das gro\u00dfe Rad am Stillstand zu hindern, pumpen unsere H\u00e4uptlinge Millarden in schrumpfende, abgewirtschaftete oder rein virtuelle Industrien, verliert der Einzelne wiederum seine Ersparnisse und verdient dank Reallohn weniger. Raubbau in einer Abw\u00e4rtsspirale, volkswirtschaftlich wie im Kleinen. Fragt sich nur wann wir endlich aufwachen, ich bin es: Dank Kaffee, Traubenzucker und Musik.<\/p>\n<p>(via <a href=\"http:\/\/www.politiblog.de\/?p=1545\">politiblog<\/a> von <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/arbeitsplatz100.html\">Tagesschau<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Update<\/strong>: Dank <a href=\"http:\/\/www.telepolis.de\/\">Telepolis<\/a> wei\u00df ich nun, das meine k\u00fcnstliche Aufregung \u00fcber und den Zeigefinger auf das Thema h\u00e4tte sparen k\u00f6nnen. Telepolis hat sich hingegen Zeit f\u00fcr eine genauere Analyse der Studie gemacht, und widerlegt mit ihrer Betrachtung dramatisierende Darstellung in den <span title=\"Massenmedien\">Mainstream-Medien<\/span>. <strong>Tats\u00e4chlich sei zum geringsten Anteil eine Leistungssteigerung am Arbeitsplatz urs\u00e4chlich f\u00fcr die Medikation, und viele Befragte griffen h\u00f6chstens auf apothekenpflichtige Pr\u00e4parate zur\u00fcck.<\/strong> Klassischer Fall tatsachen dramatisierender \u00dcberschriften also, fiel mir allerdings erstmals bei der sonst so gewissenhaften Tagesschau auf &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich tu&#8216; es auch! Leistung und Laune steigern mittels Doping am Arbeitsplatz, zur Medikation z\u00e4hlen bei mir allerdings in erster Linie ein, zwei Tassen Kaffee, Traubenzucker und Musik. Harmlos also, wenn man nicht gerade als Taxifahrer gemeinsam mit dem Fahrgast MTV rezensiert, statt auf die Fahrbahn zu achten. 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