{"id":7829,"date":"2014-11-25T21:28:35","date_gmt":"2014-11-25T19:28:35","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=7829"},"modified":"2014-11-25T21:28:35","modified_gmt":"2014-11-25T19:28:35","slug":"10-fragen-zum-digitalleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2014\/11\/25\/10-fragen-zum-digitalleben\/","title":{"rendered":"10 Fragen zum #digitalLEBEN"},"content":{"rendered":"<h2>#digitalLEBEN<\/h2>\n<p>Im Rahmen der <a href=\"http:\/\/digitalleben.spd.de\/\">Kampagne #digitalLEBEN<\/a> hat die SPD zehn Fragen gestellt, trotzdem meine Antworten hierauf bereits <a href=\"http:\/\/digitalleben.spd.de\/100-koepfe-10-fragen\/2014\/11\/es-tun-sich-neue-gelegenheiten-auf\">dort ver\u00f6ffentlicht<\/a> wurden ziehe ich sie auch hier nach, um so nach Redaktionsschluss nachtr\u00e4glich inzwischen ge\u00e4nderte Ansichten <del>entfernen<\/del> bzw. <ins>erg\u00e4nzen<\/ins> zu k\u00f6nnen. Hier nun aber die Fragen und Antworten:<\/p>\n<h3>1. In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet f\u00fcr mich\u2026<\/h3>\n<p>\u2026mit der ganzen analogen Welt interagieren zu k\u00f6nnen. Ob Bildungsstand, Milieu oder Einkommen mich von meinem Gegen\u00fcber unterscheiden, ist in der digitalen Welt erstmal ebenso unbedeutend wie die Spaltung in Sprachen, per Staatsgrenzen oder Kontinentalplatten zuf\u00e4llig. Das Internet kennt in erster Linie Englisch als Amtssprache und keine Grenzen. Jeder, der digital native werden m\u00f6chte, kann hier Barrieren \u00fcberwinden, die wir fr\u00fcher im besten Fall nicht wahrgenommen oder schlicht ignoriert haben. Und so tun sich neue Gelegenheiten auf; f\u00fcr den Einzelnen der dritte oder vierte Bildungsweg, f\u00fcr Gr\u00fcnder durch Networking und Crowdfunding zukunftsf\u00e4higer Projekte, f\u00fcr die Demokratie zur Meinungsbildung. Aus einer kleinen Zahl von Regisseuren mit Statisten werden ganz sacht selbstst\u00e4ndige Akteure, K\u00fcnstler und Kulturschaffende, Klein- und Jungunternehmer, kurz: Neues hervorbringende, voneinander lernende Subjekte einer Gesellschaft, deren Umwelt zwar insgesamt auch immer destruktiver wird, die sich aber auch immer weniger Direktiven beugt und lieber selbst aktiv wird.<\/p>\n<h3>2. Unverzichtbar oder \u00fcberfl\u00fcssig, Arbeit oder Freizeit? Mein Computer ist f\u00fcr mich\u2026<\/h3>\n<p>\u2026allgegenw\u00e4rtig und unverzichtbares Mittel zum Zweck: Leben. Er verschafft mir Zugang zu Bildung, den eine Bibliothek nicht \u00f6ffnen k\u00f6nnte. Er hilft mir, meine F\u00e4higkeiten an jedem Ort und zu jeder Zeit einzusetzen, anstatt mich an B\u00fcros oder an Gesch\u00e4ftszeiten zu binden. Und selbst in der Freizeit darf er etwa bei deren Planung nicht fehlen, selbst wenn \u201cer\u201d dann manchmal selbst nicht einmal in Form eines Smartphone zugegen ist. Ganz ehrlich: Mir tun die Konservativen leid, die im Gegensatz dazu bei Computern nur an Word und Excel denken und den PC nur als E-Mail und Web verstehen. Oder daran denken, dass Computer in Form so genannter \u201cKillerspiele\u201d f\u00fcr Kriminalit\u00e4t zweckentfremdet werden. Es ist dieser Geist, der Ideen hervorbringt, wie etwa das Smartphone zu einer elektronischen Fu\u00dffessel f\u00fcr jedermann umzufunktionieren, indem man die Vorratsdatenspeicherung wieder einf\u00fchrt.<\/p>\n<h3>3. Wirklich gut! Die gr\u00f6\u00dfte Chance durch die Digitalisierung ist\u2026<\/h3>\n<p>\u2026der damit einher gehende Neuanfang: Der gesellschaftliche Wandel, den der Buchdruck eingel\u00e4utet hat, verbunden mit dem wirtschaftlichen, der mit der industrielle Revolution einherging, vereint zur digitalen Revolution unserer Tage. Die gr\u00f6\u00dfte Chance der Digitalisierung ist vor diesem Hintergrund die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung \u2013 untereinander und miteinander. Das sch\u00f6nste Beispiel ist nach meinem Empfinden eben der Arabische Fr\u00fchling, der ja ma\u00dfgeblich von sozialen Medien begleitet wurde. Die schlimmste Auspr\u00e4gung sind wohl die asymmetrischen Kriege, die ohne Digitalisierung gar nicht m\u00f6glich w\u00e4ren.<\/p>\n<h3>4. Bedrohlich! Wir m\u00fcssen besonders aufpassen, dass\u2026<\/h3>\n<p>\u2026analoge und digitale Welt nicht gegeneinander ausgespielt werden oder sogar auseinanderdriften. Geh\u00f6rt ein gewisser Grad Nichtnutzer zu einer digitalen Gesellschaft? Ich denke sogar der derzeitige Anteil der Netznutzer an der Bev\u00f6lkerung w\u00e4re in Ordnung, wenn die Netzverweigerer das aus freien St\u00fccken t\u00e4ten. Viel zu oft aber gibt es keinen Zugang aus technischen, \u00f6konomischen oder ideellen Gr\u00fcnden. Wir alle kennen sie. Funkl\u00f6cher sogar in Ballungsr\u00e4umen oder der mangelnde Breitbandausbau auf dem flachen Land. Oder es herrschen Vorurteile. Nicht zu vergessen: ein wachsender Teil der Bev\u00f6lkerung, der Winter im kalten Dunkel verbringen wird, weil er nicht einmal das Geld f\u00fcr Energie und Wasser aufbringen kann. F\u00fcr einen Internetzugang erst recht nicht.<\/p>\n<p>Teilhabe wird schon auf anderen Ebenen blockiert. Diese Mechanismen der Ausgrenzung aus der rein analogen in die digitalisierte Welt zu \u00fcbernehmen, w\u00fcrde unsere Gesellschaft nicht besser machen. Genauso wenig wie Clickcourage allein. Diese niederschwellige Form der Mitbestimmung, die digitale B\u00fcrgerbeteiligung, die oft nur mit kurzweiliger Emp\u00f6rung spielt, erlaubt es, mit wenigen Klicks und auf Tastendruck f\u00fcr oder aber meist doch gegen etwas zu sein. Dabei werden meist abstrakte Themen wie TTIP mit den viel zitierten Chlorh\u00fchnern in einen Topf geworfen. Rezepte f\u00fcr kontroverse und komplexe Themen sind jedoch nie einfach.<\/p>\n<h3>5. Die Digitalisierung ver\u00e4ndert mein Leben durch\u2026<\/h3>\n<p>\u2026den bewussten Umgang mit meinem Daten-Ich. Um nur ein Stichwort zu nennen: Datensparsamkeit.<\/p>\n<h3>6. Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste B\u00fcrozeiten. Was bringt die Digitalisierung f\u00fcr Familien und \u00c4ltere?<\/h3>\n<p>Das intelligente Zuhause definierte zuvorderst der autonom bestellende K\u00fchlschrank. Dabei bietet das Zusammenleben so viel mehr Aspekte als den Konsum. Terminliche Koordination im Familienkreis und mit G\u00e4sten, multimediale Kommunikation mit Familie und Freunden, und, und, und. Das digitale Familienleben kann allerdings auch denselben Nachteilen anheim fallen, denen Berufst\u00e4tige erliegen: \u00dcbereltern, die die st\u00e4ndige Erreichbarkeit ihrer Kinder voll aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<h3>7. Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung in Zukunft aussehen?<\/h3>\n<p>Lebensl\u00e4nglich, voll umf\u00e4nglich. Gemeinfreie Lehrmittel und digitale Endger\u00e4te d\u00fcrfen nicht das Ende der Fahnenstange sein oder falsch gemacht werden.<\/p>\n<p>Die digitale Bildungslandschaft darf nicht so zerkl\u00fcftet sein wie ihr analoge Vorbild: 17 Bildungs- und Kultusminister\/-innen, ungez\u00e4hlte Bildungseinrichtungen und kommunale Verantwortliche, die auf einer erweiterten Kultusministerkonferenz technische Anforderungen f\u00fcr Ger\u00e4te besprechen. Ein kleiner IT-KMK-Gipfel quasi? Das k\u00f6nnte nur eines hervorbringen: nichts. Und am Ende grenzt sich Bayern mit hochwertiger Hardware von Mecklenburg-Vorpommern mit einem Restposten pro vier Schulkinder ab? Danke, nein, so soll F\u00f6deralismus nicht sein.<\/p>\n<p><ins>Einen guten Einblick in den Sachstand verschafft eine neue Studie> <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/a-1004079.html#spRedirectedFrom=www&#038;referrrer=http:\/\/t.co\/bFQtGDLGj6\">&#8222;Hierzulande lernen Sch\u00fcler den Umgang mit Computern trotz Schule&#8220;, sagt Bildungsforscherin Bos<\/a>. Etwas zugespitzt, aber wie ich es aus dem hiesigen schulischen IT-Umfeld kenne: vollkommen richtig. <\/ins><\/p>\n<h3>8. An jedem Ort arbeiten k\u00f6nnen und st\u00e4ndig erreichbar sein. Was bedeutet das f\u00fcr die Arbeit im digitalen Zeitalter?<\/h3>\n<p>Abgestufter und auf die vereinbarten Arbeitszeiten limitierter Zugriff w\u00e4ren das Ideal: Dem Arbeitgeber Zugriff auf die eigene Person nur zu diesen Zeiten oder auf Gegenseitigkeit erlauben. Etwa in der Form, dass au\u00dferhalb der Arbeitszeit zwar Kontaktaufnahme m\u00f6glich ist, aber ohne Nachteile ignoriert werden kann.<\/p>\n<h3>9. Was m\u00fcssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?<\/h3>\n<p>Konkurrenzf\u00e4higkeit in entgrenzten M\u00e4rkten herzustellen, noch zumal hierzulande die Fr\u00fchphase der Digitalisierung verschlafen wurde, w\u00e4re vermessen. Nischen, wie die medizinische und Bioinformatik, Kryptographie usw. usf. besetzen deutsche IT-Unternehmen bereits erfolgreich. Derlei Spezialisierungen sollten auch an staatlichen Forschungseinrichtungen vorangetrieben werden. Wenn sie nicht ohnehin aus ihnen hervorgegangen sind. Ebenso wie zukunftsorientierte Wirtschaftsf\u00f6rderung, statt r\u00fcckw\u00e4rtsgewandtem Werterhalt. Dar\u00fcber hinaus bedarf es einer Gr\u00fcnderkultur die diesen Namen verdient, weil sie Gr\u00fcndergeist weckt anstatt ihn auszutreiben. Das sind nur drei simple Antworten auf eine komplexe Frage, aber die naheliegendsten sind meist die richtigen.<\/p>\n<h3>10. Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass sie\u2026<\/h3>\n<p>\u2026Betroffene fr\u00fch in Entscheidungsprozesse einbezieht, in der Form, dass ihnen in transparenten, digitalen Prozessen die M\u00f6glichkeit gegeben wird, auf ihre Politik einzuwirken. Auch \u00fcber den Parteihorizont hinaus. Ich w\u00fcnsche mir eine Partei, die zuerst an den Menschen denkt und dann die Macht aus\u00fcbt. Und der die Menschen deswegen die Macht auch gern wieder anvertrauen. Die Digitalisierung bietet diese Chance, weil sie trotz aller bisher ausgenutzten Risiken noch am Anfang steht. Die SPD ist als Korrektiv im Digitalen die richtige Partei. Ihr muss es nur noch bewusst werden.<\/p>\n<p><strong>So weit die Fragen der SPD und meine Antworten hierauf.<\/strong><\/p>\n<h2>Die #digitalLEBEN Blogparade<\/h2>\n<p>Neben dem schriftlichen Aufruf und den \u00fcber Postkarten hat die Sozialdigitale noch einen Aufruf (neudeutsch: Blogparade) gestartet, sich denselben Fragen zu stellen. Dem sind \u00fcber 50 gefolgt, meine pers\u00f6nlichen H\u00f6hepunkte der digitalen narrativen will ich hier auch nochmal festhalten. (Die Reihung oder der Umfang der folgenden Textausschnitte stellt keine Wertung dar. Vielmehr habe ich alles mehr quer gelesen, wohlgemerkt in der Reihenfolge der Einreichungen, nicht die Inhalte selbst.)<\/p>\n<blockquote><p>In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet f\u00fcr mich &#8230; die <strong>Chance f\u00fcr alle Menschen, am emanzipativen Potential des globalen Austauschs von altem Wissen und neuen Ideen teilzuhaben<\/strong>. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.saskiaesken.de\/aktuelle-artikel\/digitalleben-100-koepfe-10-fragen-saskia-eskens-antworten\">saskiaesken.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Das ist die digitale Revolution, wie sie sich im Geiste Brandts auf einen Satz sublimiert der Zukunft zuwenden k\u00f6nnte. Fand ich einfach sch\u00f6n.<\/p>\n<blockquote><p>Ins\u00adge\u00adsamt gilt der Satz des ame\u00adri\u00adka\u00adni\u00adschen Science-Fiction-Autors Wil\u00adliam Gib\u00adson: &laquo;Die Zukunft ist schon da. Sie ist bloss noch nicht gleich\u00adm\u00e4s\u00adsig ver\u00adteilt.&laquo; Inso\u00adfern sind wir wie\u00adder beim klas\u00adsi\u00adschen\u00a0Ver\u00adtei\u00adlungs\u00adpro\u00adblem.<\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/kaffeeringe.de\/3651\/einer-digitalen-welt-zu-leben-bedeutet-fuer-mich\/\">kaffeeringe.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Und damit schlie\u00dft der Initiator der Blogparade nahtlos an das erste Statement an: Klar, die Chance, das Potential sind gegeben, aber der Zugang wird reguliert, und das eben nicht in unserem also im Interesse der Sozialdemokratie. Zur Zeit herrscht am Markt noch der Wilde Westen: Undurchsichtige Tarifstrukturen, subventionierter Netzausbau, drittstaatliche Eingriffsvektoren in unsere eigentlich vom Grundgesetz gesh\u00fctzte Kommunikation. Man mag direkt zum letzten Punkt \u00fcbergehen, der die Forderung an die SPD formuliert haben will. Aber es kommen noch ein paar sehr gute Vorschl\u00e4ge.<\/p>\n<blockquote><p>Zugang zum Mailkonto ab 18 Uhr sperren. Anrufe nur in Notf\u00e4llen.<\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/philipp-gabriel.com\/blogparade-digitales-leben\/60\/\">philipp-gabriel.com<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Mit etwa solchen Ma\u00dfnahmen hatte ich auch gelieb\u00e4ugelt, als ich meine eigenen Antworten verriet. Aber es man darf nat\u00fcrlich nicht au\u00dfer Acht lassen, das die allseits diskutierte Verf\u00fcgbarkeit nur eine Facette ist: Wer \u00fcberall jederzeit arbeiten kann, kann \u00fcberall jederzeit arbeiten, auch wenn ihm das nicht zugetragen wurde. Termindruck und \u00fcberquellende Aufgabenlisten sind jedem halbwegs selbstverantwortlich arbeitenden Mensch ein Begriff den er in 6 Buchstaben zusammenfasst: Stress. Und den abzubauen gilt es.<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe Aufkleber mit politischen Botschaften draufgeklebt und schreibe politische Botschaften damit.\u00a0Die Forderung \u201cSamstag geh\u00f6rt der Papa mir\u201d muss neu definiert werden.\u00a0<\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.loick.de\/blog\/?p=1370\">loick.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.loick.de\/blog\/?p=1379\">loick.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Wegen solcher Forderungen und weil solche Forderungen l\u00e4ngst von Teilen der Wirtschaft als Sozialromantik abgetan werden bin ich vor beinah zehn Jahren in die SPD eingetreten. Als ich das gelesen habe ging mir das &gt;3 auf.<\/p>\n<blockquote><p>Dass Kinder in der Grundschule das Programmieren beginnen, ist meiner Meinung nach v\u00f6lliger Quatsch. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/danielschoeberl.com\/2014\/09\/25\/blogparade-digitalleben-spd\/\">danielschoeberl.com<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Man kann \u00fcber den Grad Computer-gest\u00fctzter Bildung diskutieren, aber wie Sprachen lernen Kinder Programmiersprachen, egal welche, fr\u00fcher besser. Und wer eine Programmiersprache beherrscht, und sei es nur (eine) rudiment\u00e4r(e), der kann sich jede andere Programmiersprache aneignen. Es geht nicht darum, das Zehnj\u00e4hrige den IT-Sektor fluten, sondern das die Lehren, die die Generation C64 gegegeben hat: das der offene Ansatz den eine Plattform wie Basic liefert eine ganze Generation hervor bringen kann, die in der Folge die fr\u00fche digitale Revolution ma\u00dfgeblich mit gestalten konnte, und ohne die New Economy gar nicht Fu\u00df fassen h\u00e4tte k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>Viele Menschen in eine sehr transparente und damit verifizierbare Form des Dialogs zu kriegen. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.panterama.de\/irgendwo-zwischen-gesellschaft-zukunft-und-internet\/\">www.panterama.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Wenn ich es richtig verstanden habe, meint Roland das den Meinungsinterpretation nicht mehr Meinungsmachern \u00fcberlassen wird, sondern die Meinung bei denjenigen bleibt, die sie haben, sie kummuliert (&#8222;verdichtet&#8220;) und kanalisiert wird.<\/p>\n<blockquote><p>(Auf die Frage hin: An jedem Ort arbeiten k\u00f6nnen und st\u00e4ndig erreichbar sein. Was bedeutet das f\u00fcr Arbeit im Digitalen Zeitalter?)  Der Hufschmied muss schon am Pferd stehen, wenn er das Hufeisen draufnageln m\u00f6chte.<\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.panterama.de\/irgendwo-zwischen-gesellschaft-zukunft-und-internet\/\"><\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Der &#8222;Geistesarbeiter&#8220; muss aber nicht am Computer sitzen. Wir vergessen oft das der kreative Prozess nicht nur ausschlie\u00dflich im Kopf stattfindet, sondern meist zu unm\u00f6glichen Gelegenheiten: Unter der Dusche, beim Einkauf an der Kasse, etc.pp. Das unterscheidet den kreativen Kopf vom restlichen konstruktiven Korpus. Nicht das Ger\u00e4t oder die Bindung daran macht das digitale Erwerbsleben aus, sondern die Ideen. Und die machen uns auch unabh\u00e4ngig.<\/p>\n<blockquote><p>(D)ie klassischen Arbeitszeiten verschwinden \u2013 im Guten wie im Schlechten. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.cribb.de\/blog\/digitalleben-harald-fortmann\/\">cribb.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Die entgrenzten Arbeitszeiten in Form entglittener Gleitzeiten sind das beliebteste Thema schlechthin: Was tun, gegen allgegenw\u00e4rtige Chefs, was gegen omnipr\u00e4sente Kollegen? Die Antwort hierauf kann keine einfache sein, weil sie den Unternehmen aus Mitarbeitern und Vorgesetzten noch mehr Macht \u00fcber die Mitarbeiter entzieht, als sie ohnehin schon verloren haben. Den mit Vertrauensarbeitszeit, Heimarbeitspl\u00e4tzen und BYOD einher gehenden neuen Rechte, die ja keineswegs selbst aufopfernd von den Arbeitgebern einger\u00e4umt werden, sondern einen Beitrag um den Kampf um die K\u00f6pfe darstellt m\u00fcssten einen Tribut fordern. Meinen die jedenfalls. Es liegt meines Erachtens am Gesetzgeber all das abzusichern.<\/p>\n<blockquote><p>Dass die Privatwirtschaft hier der Gesetzgebung vorausgeht, wie z.B. mit dem automatischen L\u00f6schen von Mails die w\u00e4hrend des Urlaubs empfangen werden, sollte der Regierung peinlich sein. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/frau-dingens.de\/?p=3167\">frau-dingens.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Passt gut dazu, denn bislang ist der Gesetzgeber gr\u00f6\u00dftenteils durch H\u00e4nde in den Hosentaschen oder im Schoss aufgefallen, w\u00e4hrend die Unternehmen auch dieses Recht einger\u00e4umt haben. Aber eben nicht freiwillig. Freiwillige Selbstverpflichtungen haben wir, etwa beim Stichwort Ausbildungspl\u00e4tze, viele kommen und gehen sehen. Und sie gingen nicht, weil sie \u00fcberfl\u00fcssig sondern \u00fcbergangen wurden. <\/p>\n<blockquote><p>S\u00e4tze so anzufangen, wie ich m\u00f6chte. Nein, ehrlich. Keiner lebt in einer digitalen Welt. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/bobblume.de\/2014\/09\/29\/blogparade-digitalleben\/\">bobblume.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Der rote Faden aus dem die Kritik an der Kampagne war sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Die digitale Welt ist keine eigene, sondern nur ein Upgrade der Realen!&#8220; So befeuert beantworteten sich die \u00fcbrigen Fragen wie von allein. Geschickter Schachzug von der Kampagnenleitung, so die Eingangsfrage zu stellen.<\/p>\n<blockquote><p>Warum gibt es keine\u00a0freien Hotspots auf Schulh\u00f6fen? <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.smowl.de\/digital-leben\/\">smowl.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Das frage ich mich auch.<\/p>\n<blockquote><p>Wir m\u00fcssen unsere Kinder misstrauisch machen, das Mehrquellen-System \u2013 welches Journalisten z.B. benutzen sollten, sollten bei den Kindern auch eingesetzt werden. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.ftlc.de\/blogparade-100-koepfe-10-fragen-digitalleben\/\">www.ftlc.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Ich glaube, das zur Schau gestellte Misstrauen etwa &#8222;den Politikern&#8220; gegen\u00fcber sollte nicht mit der dringend n\u00f6tige Verifizierung von Informationen verwechselt werden, die an uns herangetragen werden. Aufgekl\u00e4rte B\u00fcrger geben einen aufgekl\u00e4rten Staat. Ein Staat, dessen Politiker unter sich aber vorleben, das ihnen zu misstrauen ist, seien es jetzt Opposition .\/. Koalition oder in innerparteilichen oder \u00fcberparteiliche Scharm\u00fctzeln, verdient Misstrauen, weil das meiste politische Theater ist. Publizistik, die wahlweise mehr damit Geld verdient das Gef\u00fchl zu best\u00e4rken oder eigene Interessen verfolgt, verwirkt ihren grundgesetzlich garantierten Anspruch. Aber beides zu erkennen wird nicht einfacher, indem wir alles einem ungesunden Misstrauen unterlegen, auch wenn wir zugleich unter Generalverdacht gestellt werden.<\/p>\n<blockquote><p><i>Wir m\u00fcssen aufpassen, dass ..<\/i> wir weiterhin pers\u00f6nlich die Kontrolle behalten.<\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/hoge-uebler.de\/2014\/09\/28\/digitalleben-10-fragen-zur-digitalisierung\/\">http:\/\/hoge-uebler.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Und das ist der Trugschluss: Nat\u00fcrlich haben wir nie die Kontrolle gehabt, die wir vermeintlich verlieren. Wenn unsere Vorfahren gegen so genannte &#8222;Volksz\u00e4hlung&#8220; gek\u00e4mpft haben, dann weil die Daten von ihnen abgerufen wurden. Wir stehen aber vor dem Dilemma sie entweder nicht abzugeben und uns verd\u00e4chtig zu machen, sie an &#8222;die Falschen&#8220; zu geben, wovon wir erst im Nachhinein erfahren (Vodafone als aktuelles Beispiel w\u00e4ren die Falschesten unter den Unternehmen, denen man seine Internetkommunikation anvertrauen sollte, dennoch wird dieser Beitrag etwa \u00fcber eine Vodafone-IP eingereicht.) oder gleich gar nicht. Mit dem Gegenteil von Datensparsamkeit schaufeln sich manche ihr eigenes Grab, ist die nicht unrichtige, landl\u00e4ufige Meinung. Aber wer, wie ich, das Gegenteil praktiziert, \u00fcber sich etwa auch Unsinn verbreitet, als pers\u00f6nliche Desinformation betreibt, der beh\u00e4lt auch die Hoheit \u00fcber seine Daten, der Form das nur er die Wahrheit kennt. Das ist meine Auffassung digitaler Selbstverteidigung, und sie ist konkurrierend etwa zu Verschl\u00fcsselung oder anderen Methoden.<\/p>\n<blockquote><p>Ich kann als SPD Mitglied in keinem geschlossenen Bereich mit anderen Mitgliedern diskutieren, ich kann nirgendwo zentral nachlesen was zum Beispiel auf der letzten Vorstandssitzung meines Ortsvereins oder im Bezirks- und Kreisvorstand besprochen wurde. Ich kann im Jahr 2013 nicht einmal herausfinden, was auf dem Parteitag der SPD L\u00fcbeck im Jahr 2012 beschlossen wurde. Es gibt keine \u00dcbersicht der Antr\u00e4ge oder gar Beschl\u00fcsse. Nichts. Null. Falls jemand ortsabwesend ist: Pech gehabt! Und das Schlimmste ist, dass sich all das auf absehbare Zeit nicht \u00e4ndern wird. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.wally44.de\/?p=328\">wally44.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Das spricht mir aus dem Herzen. Und es geht hier schlicht nicht um Personen-bezogene also dem Datenschutz unterliegendes Datenmaterial, wie in der Mitgliederdatenbank, die immer gro\u00dfes Interesse genie\u00dft und mit hohem Aufwand gepflegt wird. Es geht um unser aller ureigene Aufgabe: digitale politische Arbeit. Allein ein Beschlussbuch w\u00e4re schon hervorragend, aber selbst das gibt es h\u00f6chstenfalls auf Bezirks- und Landesebene halbwegs mittelfristig r\u00fcckwirkend und unmittelbar. Wer in einem Unterbezirk zu Hause ist, der als digitalen Vorreiter gilt<sup><a href=\"#footnote_0_7829\" id=\"identifier_0_7829\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ich geh&ouml;re nicht dazu.\">1<\/a><\/sup> vielleicht noch. Aber das Stammbuch der Sozialdemokratie, die Beschl\u00fcsse, verstauben im Regelfall in (Akten-)Ordnern der Parteib\u00fcros, neudeutsch Gesch\u00e4ftsstellen.<\/p>\n<blockquote><p>Dass sie die Chancen, die das Internet all jenen bietet, die sonst aus dem Raster fallen, noch viel, viel ernster nimmt. Hier stecken (\u2026) M\u00f6glichkeiten f\u00fcr diejenigen drin, die keinen klassischen Bildungsweg abgeschlossen haben oder die von vorsichtigen Arbeitgebern als Risiken betrachtet werden. <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/www.diegutewebsite.de\/das-internet-ist-mein-duenger.html\">www.diegutewebsite.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p>Ich fand die \u00dcberschriften gut, das Layout, die Schreibe und nicht zuletzt gefielen mir die Inhalte. Zwischen den Zeilen kann man Peer Steinbr\u00fcck und Willy Brandt durchblitzen sehen, die die zweite und dritte Chance geben wollen und gebrochen Biographien aus eigener Erfahrung kannten.<\/p>\n<blockquote><p>Dass der Staat das Internet nicht nutzt, um Menschen und Meinungen zu manipulieren.\u00a0 <\/p>\n<footer>Q: <a href=\"http:\/\/aquarium.teufel100.de\/2014\/10\/03\/blogparade-digitalleben-10-fragen-der-spd\/\">aquarium.teufel100.de<\/a><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/innenminister-wollen-terroristische-internetinhalte-loeschen-lassen-und-durch-gegenpropaganda-ersetzen\/\">Vorausschauend.<\/a> Nat\u00fcrlich wird es nicht bei der Kompromittierung extremistischer Inhalte bleiben,  was da geplant wird sind die Netzsperren 2.0: Inhalte nicht nur sperren oder l\u00f6schen, sondern durch eigene ersetzen ist der feuchte Traum, den George Orwell im Kopf hatte und auf Papier brachte, als er seinen Protagonisten die Nachrichten redigieren lies. <\/p>\n<p>Disclaimer: Ich frage alle hier wiedergegebenen Zitate nochmal daraufhin ab, ob der Ver\u00f6ffentlichung widersprochen wird. Wer sein Zitat hier vorher findet, m\u00f6ge sich \u00fcber die im Impressum genannten Kontaktdaten melden. Mir ging es bei der auszugsweisen Ver\u00f6ffentlichung oben nur darum meine Aspekte auf die Debatte am Laufen zu halten. <\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_0_7829\" class=\"footnote\">Ich geh\u00f6re nicht dazu. [<a href=\"#identifier_0_7829\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#digitalLEBEN Im Rahmen der Kampagne #digitalLEBEN hat die SPD zehn Fragen gestellt, trotzdem meine Antworten hierauf bereits dort ver\u00f6ffentlicht wurden ziehe ich sie auch hier nach, um so nach Redaktionsschluss nachtr\u00e4glich inzwischen ge\u00e4nderte Ansichten entfernen bzw. erg\u00e4nzen zu k\u00f6nnen. Hier nun aber die Fragen und Antworten: 1. In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[2269,2270,19],"class_list":["post-7829","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gastbeitrage","tag-digitalleben","tag-blogparade","tag-spd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7829","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7829"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7829\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7829"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7829"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7829"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}