{"id":6685,"date":"2013-05-14T18:18:49","date_gmt":"2013-05-14T16:18:49","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=6685"},"modified":"2013-05-14T18:18:49","modified_gmt":"2013-05-14T16:18:49","slug":"punktabzug-fur-selbstinszenierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2013\/05\/14\/punktabzug-fur-selbstinszenierung\/","title":{"rendered":"Punktabzug f\u00fcr Selbstinszenierung"},"content":{"rendered":"<p>Gewissensbisschen der Regierungsbeteiligung von &#8222;Kommunisten&#8220; waren es vorgeblich bei dem einen Tr\u00fcppchen, die Mahnung vor einer angeblich unrealistischen Energiewende des Dritten und die Sorge um Deutschland beim Buchautor mit Millionenauflage: Selbstinszenierung geh\u00f6rte bei allen f\u00fcnf sozialdemokratischen Parteig\u00e4ngern zum Repertoire ihrer Partei- oder (ehrlicherweise) genau genommen Fl\u00fcgelschelte. Superduperminister a.D. Wolfgang Clement inszenierte sein Clementi an die geladene Presse mit den Rheinauen im R\u00fccken, vor seinem Bonner Wahlkreis. Sarazzin begab sich nach ungez\u00e4hlten wohlgef\u00fcllten Hallen seiner Lesereise nach Berlin-Neuk\u00f6lln, begleitet freilich von den Medien. Und das halbe Jahr, das sich Dagmar Metzger f\u00fcr ihr Veto feiern lies ist ebenso unvergessen wie die Pressekonferenz von vier Personen mit SPD-Parteibuch, kulminierend in einem von den Medien<sup><a href=\"#footnote_0_6685\" id=\"identifier_0_6685\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"FAZ, aus deren Reihen viel sp&auml;ter auch die in Buchver&ouml;ffentlichung gegossene Gegendarstellung, Enth&uuml;llung und Entzauberung stammen sollte\">1<\/a><\/sup>verliehenen Markennamen &#8222;die phantastischen Vier&#8220;.<br \/>\n Sie alle hatten mindestens den Schaden der SPD billigend in Kauf genommen, als sie ihre billigen Shows abzogen, ein Schaden der im Lande Hessen und im Bund bezifferbar ist: 23%, historisch schlechtestes Wahlergebnis ever. Damit hatten es die ein halbes Dutzend Selbstdarsteller geschafft einen m\u00fchsam herausgearbeitetes Profi der hessischen Sozialdemokratie &#8211; inhaltlich vision\u00e4r und personell glaubw\u00fcrdig aufgestellt, mit Hilfe der ihre eigene Krise in das komplette Gegenteil zu verkehren. Zigtausende Parteibasisten blieben zu Hause oder nahmen sich das Recht heraus, die Parteigerichtsbarkeit anzurufen, um feststellen zu lassen, was der gesunde Menschenverstand ihnen beschied: Nat\u00fcrlich waren die meisten getroffenen Aussagen und die gew\u00e4hlten Zeitpunkte unvertretbar und widersprachen den Grunds\u00e4tzen der Partei, traten sie doch die Solidarit\u00e4t mit F\u00fcssen. Die Urteile dann den n\u00e4chsten Grundsatz: mit Verweis auf die Lorberen erlaubte man dem Superminister in der Partei zu verbleiben und mit einer R\u00fcge davon zu kommen, obwohl er am Sonntag vor dem Wahlsonntag aus dem Off off-topic von der Wahl seiner eigenen Partei abriet. Es kam wie es kommen musste: Die wichtigsten sieben Tage des ganzen bis dahin schon ein Jahr andauernden Wahlkampfes war der Zweifel ges\u00e4ht. Ob es die n\u00f6tigen 8.000 Stimmen mehr f\u00fcr Koch gebracht hat? Vermutlich viel mehr, man wird es nie erfahren. Das ist auch nicht entscheidend. Das Wir entschied, wir behielten diejenigen, die uns die Entscheidung gekostet haben, und ernteten das Kopfsch\u00fctteln derer, die l\u00e4ngst begriffen hatten, das es nicht um innerparteilich Meinungsfreiheit ging.<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_0_6685\" class=\"footnote\">FAZ, aus deren Reihen viel sp\u00e4ter auch die in Buchver\u00f6ffentlichung gegossene Gegendarstellung, Enth\u00fcllung und Entzauberung stammen sollte [<a href=\"#identifier_0_6685\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gewissensbisschen der Regierungsbeteiligung von &#8222;Kommunisten&#8220; waren es vorgeblich bei dem einen Tr\u00fcppchen, die Mahnung vor einer angeblich unrealistischen Energiewende des Dritten und die Sorge um Deutschland beim Buchautor mit Millionenauflage: Selbstinszenierung geh\u00f6rte bei allen f\u00fcnf sozialdemokratischen Parteig\u00e4ngern zum Repertoire ihrer Partei- oder (ehrlicherweise) genau genommen Fl\u00fcgelschelte. 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