{"id":6415,"date":"2013-02-19T10:40:46","date_gmt":"2013-02-19T08:40:46","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=6415"},"modified":"2013-02-19T10:40:46","modified_gmt":"2013-02-19T08:40:46","slug":"state-quo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2013\/02\/19\/state-quo\/","title":{"rendered":"state quo"},"content":{"rendered":"<p>Die in der &#8222;<a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/internetenquete\/\">Internetenquete<\/a>&#8220; versammelten Experten haben ihr Urteil \u00fcber die digitale Gesellschaft \u00edn Form ihres Abschlussberichts abgegeben. In Bezug auf die vom Grundgesetz besonders gesch\u00fctzte freie Presse kommt diese, deren frei jedweder Befangenheit ernannten Experten und die frei gew\u00e4hlten Abgeordneten zu der \u00fcberraschenden Analyseerkenntnis:<\/p>\n<blockquote><p><strong>(S)icher ist, dass durch den digitalen Strukturwandel jahrzehntealte und erfolgreiche Gesch\u00e4ftsmodelle der Presse in Frage gestellt sind und in den vergangenen Jahren den digitalen Gegebenheiten angeglichen oder aufgegeben werden mussten.<\/strong> Denn der Auflagenverlust der Tagespresse ist enorm und anhaltend. Seit Anfang der 1990er Jahre geht die Verkaufsauflage kontinuierlich zur\u00fcck. In der Langzeitentwicklung von 1995 bis 2010 haben die Kaufzeitungen gut ein Drittel (33,6 Prozent) ihrer Auflage eingeb\u00fc\u00dft, die Abonnementzeitungen ein F\u00fcnftel (20,1 Prozent).<\/p><\/blockquote>\n<p>So weit, so richtig. Das h\u00e4tte man allerdings auch mit drei Klicks aus den gemeldeten Auflagen ersehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was folgt ist die Umkehr von Ursache und Wirkung: Die von den W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern gew\u00e4hlten &#8222;Vertreter des Volkes&#8220; z\u00e4hlen dann n\u00e4mlich einzig die seither ergriffenen Rettungsma\u00dfnahmen der Verlage auf, die hiermit nur jene &#8222;jahrzehntealte und erfolgreiche Gesch\u00e4ftsmodelle&#8220; zu retten versuchten, die auch ohne Internet rettungslos verloren gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die plumpe L\u00fcge von &#8222;bl\u00fchenden Landschaften&#8220; hielt den selbst ernannten &#8222;Kanzler der Einheit&#8220; noch 8 Jahre im Amt. Nochmal so lang und dem ersten Wessi h\u00e4tten die Schl\u00fcssel f\u00fcr seinen erster Trabant ausgeh\u00e4ndigt werden k\u00f6nnen, wenn er noch am Tag des Mauerfall bestellt h\u00e4tte. Doch sowohl West als auch Ost wurden abgewickelt, anstatt in der Volkswirtschaft traten die &#8222;Synergieeffekte&#8220; in der freien Marktwirtschaft zu Tage. Gerhard Schr\u00f6der zog die Notbremse, schuf mit &#8222;Hartz IV&#8220; allerdings auch nur was nun mit dem Leistungsschutzrecht f\u00fcr die Presseverlage etabliert werden soll: Einen Rettungsschirm zum Erhalt des Status quo. Bis heute wurde zwar erkannt, das Europa h\u00f6chstens als offenes Ganzes in Konkurrenz treten kann. Wie das zu geschehen hat, daf\u00fcr hat die ebenso selbst ernannten &#8222;Kanzlerin aller Deutschen&#8220; nat\u00fcrlich auch keine Antowrt. Ihre ist Protektionismus, indem sie die vermeintlich &#8222;deutschen Interesse&#8220; in Europa durchsetzt, indem sie andere Staaten an den Rand ihres wirtschaftlichen Daseins dr\u00e4ngt. Ganz so wie Millionen sozialversicherte Arbeitnehmer ihre 1\u20ac und Minijobber, Freischaffenden, Arbeitssuchenden etc.pp.<\/p>\n<p>In der idealen Marktwirtschaft w\u00fcrde so ein Verhalten vom Verbraucher bestraft vom Anbieter eingestellt: Amazon oder der Pferdefleischskandal seien da stellvertretend genannt. Und damit w\u00e4re ich beim Ausgangspunkt: Diese Skandale mehren sich, sodass sich die hieraus hervor gehenden Konsequenzen marginalisieren. Waren es fr\u00fcher beinah Lappalien wie des Dienstwagens Fahrtenbuch oder Bonusmeilen, scheint heute nicht einmal mehr ein offenkundiger Betrug an der Bildungsministerin wichtigstes wissenschaftliches Werk f\u00fcr gen\u00fcgend Kritik w\u00fcrdig erachtet zu werden, im Gegenteil: Die selben Bundeskanzlerin, die sich selbst zu der aller Deutschen und ihre zur besten Bundesregierung seit der Wende erkl\u00e4rt, bezeichnet <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16142\">Schavan Propaganda-artig als &#8222;angesehenste Bildungspolitikerin des Landes&#8220;<\/a>, und spuckt tausenden ehrlichen, aufrichtigen und um die Sache bem\u00fchten Bildungspolitikern landauf, landab damit ins Gesicht. Was tut die ver\u00f6ffentlichte Meinung, was die Opposition? Sie feiert den Abgang von Schavan als klugen, selbstkritischen Akt.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re es, was vom Grundgesetz gesch\u00fctzte Presse hervortun m\u00fcsste. Und das ist die Ursache warum Merkel so beliebt ist, wie auch daf\u00fcr das Massenmedien  inzwischen kein Ansehen mehr genie\u00dfen: Sie machen ihren Job nicht. Und sie tun das selbstbestimmt. Und so sollte man sie sich selbst \u00fcberlassen. Und uns wichtigeren Problemen zuwenden, d.h. unsere gew\u00e4hlten Vertreter. Das dies eintritt ist unwahrscheinlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die in der &#8222;Internetenquete&#8220; versammelten Experten haben ihr Urteil \u00fcber die digitale Gesellschaft \u00edn Form ihres Abschlussberichts abgegeben. In Bezug auf die vom Grundgesetz besonders gesch\u00fctzte freie Presse kommt diese, deren frei jedweder Befangenheit ernannten Experten und die frei gew\u00e4hlten Abgeordneten zu der \u00fcberraschenden Analyseerkenntnis: (S)icher ist, dass durch den digitalen Strukturwandel jahrzehntealte und erfolgreiche [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[95],"tags":[26,325,404,1078,2009,2010,2006,2011,2012,3],"class_list":["post-6415","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-analysen","tag-angela-merkel","tag-annette-schavan","tag-bilt","tag-bluhende-landschaften","tag-bonusmeilen","tag-dienstwagenaffare","tag-dr","tag-internetenquete","tag-plagiate","tag-qualitatsjournalismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6415\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}