{"id":6308,"date":"2013-01-14T18:51:31","date_gmt":"2013-01-14T16:51:31","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=6308"},"modified":"2013-01-14T18:51:31","modified_gmt":"2013-01-14T16:51:31","slug":"die-unabhangige-berichterstattung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2013\/01\/14\/die-unabhangige-berichterstattung\/","title":{"rendered":"Die unabh\u00e4ngige Berichterstattung"},"content":{"rendered":"<p>In der taz <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/hausblog\/2013\/01\/13\/bekenntnis-ich-bin-taz-redakteur-und-parteimitglied\/#comments\">bekennt sich Genosse Felix Dachsel zu seinem Parteibuch<\/a>. <a href=\"http:\/\/seeliger.cc\/2012\/austritt-aus-den-grunen\/\">Andere<\/a> haben in der Vergangenheit konsequent die Parteimitgliedschaft quittiert, von einem Journalisten und ehemaligen Genossen in der Lokalpresse habe ich hin und wieder vernommen das sein Parteibuch gewisse Anspr\u00fcche geweckt hat, den pikanten Zwickm\u00fchlstein, den ein anderer taz-Journalist um den Hals tr\u00e4gt habe ich in den letzten Jahren immer mal mahlen h\u00f6ren. Dementsprechend habe ich es mir nicht nehmen lassen, dazu mal meinen Frust zu Protokoll zu geben und Dampf abzulassen:<\/p>\n<blockquote><p>&raquo;Mein Herz h\u00e4ngt daran und ich m\u00fcsste Formulare ausf\u00fcllen.&laquo; Gibt kein Formular, formlose Beendigung der Mitgliedschaft gen\u00fcgt, Parteibuch beif\u00fcgen.<\/p>\n<p>Warum? &raquo;\u201cDas geht nicht. Das d\u00fcrfen Journalisten nicht.\u201d Warum eigentlich nicht?&laquo; Weil Journalismus nicht befangen sein darf, weil Journalisten auch nur Menschen sind, und weil es euch immer vor einen Zwiespalt stellt.<\/p>\n<p>Sozialdemokraten wiederum erwarten gef\u00e4llige Berichterstattung, jedenfalls die direkt Betroffenen.<\/p>\n<p>Dritte wiederum unterstellen immer das selbe.<\/p>\n<p>Das wird euch ein Leben lang besch\u00e4ftigen. Oder immerhin bis zur Beendigung der Mitgliedschaft oder zum Berufswechsel.<\/p>\n<p>Ganz besonders pikant finde ich eine Personalie bei der taz, nennen wir ihn G., der Parteifreund eines nicht ganz unbekannten aber unbegabten Politiker ist. G. verfasst Beitr\u00e4ge im selben Politikfeld, in dem besagter Politiker gern gro\u00df raus k\u00e4me. Im Vorfeld und Nachgang der letzten Bundestagswahl ver\u00f6ffentlichte die taz einige Beitr\u00e4ge von G., der die Bundesministerin im Politikfeld in sehr unsch\u00f6nem Licht darstellte und den Nutznie\u00dfer der Berichterstattung immer gl\u00e4nzend dastehen lie\u00df. Mag sein, das besagter Politiker nichts davon gewusst hat, obwohl er G. sogar regional sehr nah steht. Kann sein das der BMin a.D. der ein oder andere erhobene Vorwurf gemacht werden k\u00f6nnte. Doch G. wird mir immer als der Journalist in Erinnerung bleiben, der trotz Parteibuch die BMin eines anderen \u201cLager\u201d in Grund und Boden schreibt. Deshalb sollte man sich als Journalist nie in solche Verlegenheit begeben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Man sollte nicht p\u00e4pstlicher sein als der Papst. Vielleicht ist Felix Parteibuch nicht seine Bibel, und er steht so souver\u00e4n \u00fcber den Dingen. Dann w\u00e4re er zu beneiden und es w\u00e4re ihm nicht anzulasten. Aber wenn man, wie ich, Friede Springer und ihrem &#8222;Unabh\u00e4ngigen. \u00dcberparteilichen.&#8220; Bl\u00e4ttchen stet vorwirft eben das zu sein, dann erwarte ich das auch von den anderen Bl\u00e4ttern im Wald, selbst wenn ihnen eine gewisse Parteilichkeit unterstellt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der taz bekennt sich Genosse Felix Dachsel zu seinem Parteibuch. 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