{"id":6232,"date":"2010-03-23T16:14:38","date_gmt":"2010-03-23T14:14:38","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=6232"},"modified":"2016-10-28T12:47:33","modified_gmt":"2016-10-28T10:47:33","slug":"verkehrte-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2010\/03\/23\/verkehrte-welt\/","title":{"rendered":"Verkehrte Welt"},"content":{"rendered":"<p>Ich verstehe Die Welt nicht mehr. Ja, <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/\" rel=\"nofollow\">Die Welt<\/a>. Da prahlt der Chef des <strong>Sorgenkindes aus dem Axel Springer Verlag<\/strong> mit einer f\u00fcnfstelligen Zahl freiberuflicher Redakteure, die f\u00fcr Die Welt Artikel liefern. Trotzdem scheint niemand dabei zu sein, der die <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/webwelt\/\" rel=\"nofollow\">Rubrik Webwelt<\/a> mit einem sachdienlichen, korrekten Inhalt bedienen k\u00f6nnte. Grund f\u00fcr meine Vermutung: Der Artikel mit der rei\u00dferischen \u00dcberschrift &raquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/webwelt\/article6885900\/Microsoft-zwingt-Windows-Nutzer-zum-Nachdenken.html\" rel=\"nofollow\">Microsoft zwingt Windows Nutzer zum Nachdenken<\/a>&laquo;. Gerade wenn es nach Microsoft gegangen w\u00e4re, w\u00e4ren die Nutzer eben nicht gefragt worden. Und das mag nichts Schlechtes sein. Viele, wenn nicht Mehrzahl der Internetnutzer wissen nicht, was ihr Browser ist, Wahlfreiheit dar\u00fcber ist dem zurfolge weder f\u00fcr sie ein Vorteil, noch f\u00fcr Mitbewerber ein Wettbewerbsnachteil. Der Vorteil erg\u00e4be sich, wenn sie w\u00fcssten &#8211; oder sich daf\u00fcr interessierten &#8211; was ein Browser ist, und was mit ihm anzufangen w\u00e4re. In der Regel d\u00fcrften aber die Menschen, die mit dem Browser nicht per Du sind seine Funktionen und M\u00f6glichkeiten nicht hinreichend erschlossen haben, um zu begreifen  warum sie wechselmn sollten und welche Vorteile sich hieraus ergeben. Andererseits wird damit dem stagnierenden Anteil von Nutzern v\u00f6llig veralteter Browser nicht entgegen getreten, denn diese kommen nicht in den Genuss der Browserwahl <a href=\"http:\/\/www.browserchoice.eu\">Browserchoice<\/a>, sie sind mit ebenso veralteten Betriebssystemen unterwegs, zum Teil aus den selben Beweggr\u00fcnden wie f\u00fcr den Browser, zum Teil gezwungenerma\u00dfen ob veralteter aber unbedingt erforderlicher Software. Nicht zuletzt wird sich nicht jeder Netznutzer in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden einen neuen Computer leisten oder leisten k\u00f6nnen. Dies Fundament veralteter Versionen vom Internet Explorer, Firefox und auch anderen wird erst der Geschichte angeh\u00f6ren, wenn der Zahn der Zeit hieran vollendete Tatsache geschaffen hat.<\/p>\n<p>Der einzige tats\u00e4chliche Vorteil der sich aus der Auswahl ergibt ist ein langfristiger, und um auf den Artikel in <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/\" rel=\"nofollow\">Die Welt<\/a> zur\u00fcck zu kommen: Das wiederum ber\u00fccksichtigt der Artikel nicht. Aber darauf ist die Tageszeitung mit weniger Bildern und mehr wie kleinerem Texte auch nicht ausgerichtet, sondern vielmehr auf die fl\u00fcchtige Schlagzeile, und die Befeuerung der Meinung des Mainstream.<\/p>\n<p>Der Artikel ist \u00fcbrigens noch in anderer Hinsicht falsch, denn es wird behauptet &raquo;Das k\u00f6nnte sich \u00e4ndern: Seit dieser Woche entscheiden Nutzer von Windows 7 selbst, welchen Browser sie parallel zum Betriebssystem installiert haben m\u00f6chten.&laquo; Nat\u00fcrlich richtet sich die Wahlm\u00f6glichkeit auch an die Nutzer des etwas \u00e4lteren Windows Vista. Insgesamt handelt es sich um Techniklyrik auf niedrigstem Niveau, was man eben von Bl\u00e4ttchen aus dem Axel Springer Verlag in dieser Hinsicht gewohnt ist. Das die Schlagzeile derart am Thema vorbei geht, ist aber bedauerlich insofern als das sich Microsoft in den letzten Jahren redlich und erfolgreich um eine neue Philosophie im Umgang mit dem Nutzer und der Konkurrenz bem\u00fcht. Davon werden die Leser dann vermutlich in vier, f\u00fcnf Jahren etwas erfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verstehe Die Welt nicht mehr. Ja, Die Welt. Da prahlt der Chef des Sorgenkindes aus dem Axel Springer Verlag mit einer f\u00fcnfstelligen Zahl freiberuflicher Redakteure, die f\u00fcr Die Welt Artikel liefern. Trotzdem scheint niemand dabei zu sein, der die Rubrik Webwelt mit einem sachdienlichen, korrekten Inhalt bedienen k\u00f6nnte. 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