{"id":5979,"date":"2012-08-14T14:24:26","date_gmt":"2012-08-14T12:24:26","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=5979"},"modified":"2016-10-12T14:37:37","modified_gmt":"2016-10-12T12:37:37","slug":"mobiltelefone-kostenlos-umsonst-gratis-und-fuer-lau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2012\/08\/14\/mobiltelefone-kostenlos-umsonst-gratis-und-fuer-lau\/","title":{"rendered":"Mobiltelefone kostenlos, umsonst, gratis und f\u00fcr lau"},"content":{"rendered":"<p>Mit Ausnahme meines ersten habe ich alle Mobiltelefone nach ihrer Abl\u00f6sung verkauft. Und von Zeit zu Zeit mache ich das auch im Auftrag und auf Rechnung Dritter, die wegen eines Verkauf alle zwei Jahre nicht all ihre Daten an ein amerikanisches Internetauktionshaus nebst Bank abtreten wollen, das einem noch zudem noch ein Konto er\u00f6ffnet und eben diese Daten auch noch mit Hilfe einer bekannten Auskunftei auf Validit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft. All das hilft leider nicht, wenn der K\u00e4ufer es geschickt anstellt.<\/p>\n<p>Im nunmehr zweiten und &#8211; getreu dem Motto &raquo;\u00dcbert\u00f6lpelt dich jemand: Schande \u00fcber ihn. \u00dcbert\u00f6lpelt dich jemand ein zweites Mal: Schande \u00fcber dich!&laquo; &#8211; f\u00fcr mich damit letzten Fall hat es jemand geschafft, aufgrund seines \u00fcberaus nachdr\u00fccklichen Auftretens mir zum Nachteil zu gereichen, und mich um Ger\u00e4t und Kaufpreis zu prellen. Tut mir nicht weh, und best\u00e4tigt immerhin meine Vorurteile vom deutschen Michel: Wenn man nicht aufpasst, wird jeder Otto Normalverbraucher zum Schlitzohr.<\/p>\n<p>Was war passiert? Ich habe ein Mobiltelefon als neu \u00fcbergeben bekommen, und in Verpackung verkauft. Tats\u00e4chlich wurden damit aber zumindest ein paar Bilder geschossen, die zu allem \u00dcberfluss wohl auch noch auf dem Speicher im Ger\u00e4t verblieben. Man einigte sich also auf einen Nachlass von 50%, auch wenn das Ger\u00e4t genau genommen keine Wertverlust aufwies. Und nachdem ich einige Tage ins Land gehen lies, \u00fcberwies ich die Differenz. Zwischendrin ermahnte mich der K\u00e4ufer, Karlheinz H. wie Hartl alias jobroome den Betrag doch endlich anzuweisen. Und weil manche Banken noch Tage lang mit dem Geld ihrer gesch\u00e4tzten Kunden hantieren, ging es mitsamt Wartezeit nicht schnell genug. In der Tranche, in der ich den Betrag \u00fcberwiesen hatte, was ich der Sicherheit halber immer am Ger\u00e4t in den Hallen der Sparkasse mache, ging das leider unter. Ich hatte schlichtweg vergessen, das ich das Geld bereits angewiesen hatte. Weniger als die weitere\/n Erinnerung\/en seitens Herrn H., der es gar nicht abwarten konnte die umgerechnet 50 Deutschen Mark in H\u00e4nden zu halten. Weil der Kerl mir so auf den Geist ging, habe ich den Betrag zudem &#8211; und wohl seinem Unbill hervorrufend &#8211; in zwei Z\u00fcgen zu 24,99 Euro und einem Cent \u00fcberwiesen. Und da ich normalerweise alle paar Wochen Kontoausz\u00fcge abhole, verz\u00f6gerte sich die Wahrnehmung dessen entsprechend. Als ich dann feststellte, das ich den Kaufbetrag voll umf\u00e4nglich zur\u00fcck \u00fcberwiesen hatte, war es nat\u00fcrlich zu sp\u00e4t, wie das mit \u00dcberweisungen so ist. Und so verfasste ich eine weitere Nachricht, in der Hoffnung auf ein Entgegenkommen, schlie\u00dflich war Herr H. sehr genau in seiner Begutachtung und zeitnah in seinem Forderungsmanagement:<\/p>\n<blockquote><p>Vermutlich ist ihnen entgangen, in der Hektik des Alltags kann das passieren was mir in dem Fall passiert ist: Der Betrag wurde ihnen doppelt gut geschrieben, was beim \u00dcbereinkommen (50% Nachlass) einem Geschenk gleichkommt. \u00dcberweisen sie den zu viel gezahlten Betrag i.H.v. 25 Euro bitte baldest m\u00f6glich, damit  wir den Vorgang endg\u00fcltig abschlie\u00dfen k\u00f6nnen, gern auch per PayPal an die angegebenen Kontaktdaten, oder senden sie mir Datum und Zahlungsweise, wenn schon geschehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Muss vermutlich nicht betonen, das ich von dem zuvor sehr kommunikativen Menschen nie wieder geh\u00f6rt habe? Dabei hatte er doch endlich ein neues, noch zudem kostenloses Telefon.<\/p>\n<p>In einem anderen Fall hatte &raquo;Unser Kundenservice hat den Fall gepr\u00fcft und eine endg\u00fcltige Entscheidung getroffen. Leider ist diese Transaktion nicht durch den PayPal-Verk\u00e4uferschutz abgesichert. Wir haben daher EUR 41,50 von Ihrem PayPal-Konto abgebucht.&laquo;, was f\u00fcr mich ebenso bedeutete: Der K\u00e4ufer, der das Ger\u00e4t bereits seit l\u00e4ngerem in H\u00e4nden hielt und aufgrund des seiner Meinung nach von der Beschreibung abweichenden Zustands Einspruch erhob, lies den gesamten Kaufpreis r\u00fcckerstatten. Das ist das gute Recht des per PayPal abgesicherten K\u00e4ufer, wie es f\u00fcr mich als Verk\u00e4ufer m\u00f6glich gewesen w\u00e4re bei eBay wiederum Einspruch zu erheben, eine Kl\u00e4rung herbeizuf\u00fchren. Die Dame aber war schon beim Erstkontakt derma\u00dfen unausstehlich, das ich keinen besonderen Wunsch hegte, weiteren Kontakt zu pflegen. Gleichwohl ging ich nicht davon aus, das ein Internetauktionshaus so zu Ungunsten der kleinsten Verk\u00e4ufer entscheidet, nur um die viel zahlreicheren Kunden zu befriedigen.<\/p>\n<p>Diese subjektive aber keineswegs gesch\u00f6nten Geschichten sind meiner Meinung nach mit der Grund, warum das Vergn\u00fcgen, als das sich der Kr\u00e4merladen mit dem eing\u00e4ngigen Slogan &#8222;3, 2, 1, meins.&#8220; begreift, zu einer Tortur geworden ist. Man durchl\u00e4uft inzwischen in deutschen Amtsstuben einfachere Prozedere und wird  freundlicher behandelt als bei dem Laden, der offensichtlich darauf aus ist, zu einer reinen B2B Plattform zu verkommen. Da spende ich doch lieber.<\/p>\n<p>PS: Und mal ganz abgesehen vom Tonfall, den das Unternehmen und der deutsche Michel inzwischen drauf hat, von der Qualit\u00e4t der Software des Internetauktionshauses muss man auch nicht unbedingt \u00fcberzeugt sein: Monate lang loggte man sich mit einem Shortcut auf einer Seite auf der n\u00e4chsten sofort wieder aus, mit anderen Worten. Hatte man sich gerade autorisiert und benutzte man dann die Tabulaturtaste um zum n\u00e4chsten Feld &#8222;Einloggen&#8220; zu kommen, f\u00fchrte einen das beim ersten Besuch auf der Seite direkt zum Ausloggen. Als ich gerade meine E-Mail Adresse \u00e4ndern wollte, leitete mich eBay freundlicherweise zum Webmail-Interface weiter, das sich seiner Meinung nach f\u00fcr mich anzusteuern lohnt. Das ist generell keine schlechte Idee, d\u00fcrfte es die Klickrate erh\u00f6hen, doch Mitteleurop\u00e4er sind mit taiwanesischen Schriftzeichen konfrontiert relativ ratlos &#8211; und das deutsche eBay leitete eben anstatt auf das deutsche auf das MSN Portal von Taiwan. Alles ganz gro\u00dfe Profis in der IT.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Ausnahme meines ersten habe ich alle Mobiltelefone nach ihrer Abl\u00f6sung verkauft. 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