{"id":3757,"date":"2010-11-28T20:20:47","date_gmt":"2010-11-28T19:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=3757"},"modified":"2010-11-28T20:20:47","modified_gmt":"2010-11-28T19:20:47","slug":"zuruck-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2010\/11\/28\/zuruck-in-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck in die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Gerade wichtige Anl\u00e4\u00dfe wie die morgige Ver\u00f6ffentlichung von Wikileaks veranla\u00dfen Journalisten normalerweise zum Teil mehrere vorgeschriebene Artikel oder Abschnitte hieraus zu bevorraten. Da werden verschiedene Res\u00fcme vom Wahlabend vorausgesehen, und Ursachen bereitgelegt, um Punkt 18 Uhr der Erste bei Google News zu sein. Und nicht allein das, werden wichtige Themen in den neu geschaffenen Zentralredaktionen zum Teil von mehreren Journalisten in alternativen Fassungen bearbeitet, deren Marschrichtung oftmals auch von der Chefredaktion vorgegeben wird. Beim ehemaligen Nachrichten k\u00f6nnte das dann heute so ausgesehen haben, das man Olaf Scholz im selben Artikel einen Tr\u00e4umer schimpft in dem man den Gr\u00fcnen Kraftmeierei unterstellt, wobei aus dem Wochen alten Satzbaustein zu den klein zu haltenden Gr\u00fcnen einfach noch an die flink zusammengeschusterte Kritik an der Personalie Scholz angeheftet ein flink zusammengeschusterter Artikel entsteht, der auf dem Newsdesk des CvD nur noch abgenickt wird. Demn\u00e4chst vielleicht sogar noch automatisierter als in der Druckerei, in der Sportberichterstattung scheint das schon erprobt.<\/p>\n<p>Und das man sich als Partei in einer Pressemitteilung in den seltensten F\u00e4llen selbstkritisch gibt und manche innerparteiliche Entscheidung, inhaltlich oder personell, nur Formsache ist, mag dazu f\u00fchren das man sich schon im Vorfeld eine Version zurechtlegt, die dann, wenn keine \u00dcberraschung eintritt, zeitnah ver\u00f6ffentlicht werden kann und vielleicht sogar den prognostizierten Verlauf wiedergibt. Dann jedoch, wenn daraus jener &#8222;alternativloser&#8220; Textbaustein wird, sollte man sich die M\u00fche geben, zumindest bei den eigenen Ver\u00f6ffentlichungen die selbst gesetzte Sperrfrist einzuhalten. Genau daran und somit an sich selbst ist die Darmst\u00e4der FDP scheinbar gerade dieses Wochenende gescheitert:  Wenn <a href=\"http:\/\/www.uffbasse-darmstadt.de\/?p=1692\">am Freitagabend zu lesen ist &raquo;die Darmst\u00e4dter FDP habe am Sonntag mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit beschlossen<\/a>, dann zeugt das mindestens von unprofessionellem Umgang mit der \u00d6ffentlichkeit, ganz gewiss aber von einer Erwartungshaltung der Parteispitze, die in einer Demokratie mehr als fragw\u00fcrdig ist. Das mag f\u00fcr eine zu fr\u00fch ver\u00f6ffentlichte Pressemitteilung zu hoch geh\u00e4ngte Kritik sein, die j\u00fcngsten Umw\u00e4lzungen innerhalb der Darmst\u00e4dter FDP legitimieren aber einen sensiblen Umgang mit jedweder Neuigkeit aus dem &#8222;liberalen&#8220; Lager.<\/p>\n<p>Die Darmst\u00e4dter FDP leistete es sich sogar zuletzt, den liberalen Fl\u00fcgel ihrer Partei derart auszugrenzen, das dieser ihr Markenkern nunmehr nur noch im Claim existiert. &raquo;FDP Darmstadt. Die Liberalen.&laquo; &#8230;? Das ich nicht lache. Noch zudem: Niemand \u00fcberzog Einzelma\u00dfnahmen und Gro\u00dfprojekte, bisweilen sogar die der eigenen Partner, so selbstverliebt mit Kritik und verspr\u00fchte dabei das Selbstbewustsein eines politschen Heiland, wie die Darmst\u00e4dter FDP. Das kann auf Dauer nicht von Erfolg gekr\u00f6nt sein, auch mit Lichtgestalten an Bord. Vielleicht die FDP in Darmstadt am Ende des Traums von den 18% unter der 5 Prozent H\u00fcrde Limbo tanzen,angemessen w\u00e4re es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade wichtige Anl\u00e4\u00dfe wie die morgige Ver\u00f6ffentlichung von Wikileaks veranla\u00dfen Journalisten normalerweise zum Teil mehrere vorgeschriebene Artikel oder Abschnitte hieraus zu bevorraten. Da werden verschiedene Res\u00fcme vom Wahlabend vorausgesehen, und Ursachen bereitgelegt, um Punkt 18 Uhr der Erste bei Google News zu sein. 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