{"id":2368,"date":"2010-01-12T16:28:20","date_gmt":"2010-01-12T15:28:20","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2010\/01\/12\/retrospektive-10-jahrgang-2\/"},"modified":"2010-01-12T16:28:20","modified_gmt":"2010-01-12T15:28:20","slug":"retrospektive-10-jahrgang-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2010\/01\/12\/retrospektive-10-jahrgang-2\/","title":{"rendered":"Retrospektive #10 Jahrgang 2"},"content":{"rendered":"<p>Irgendwie empfinde ich Retrospektive saisonal ungebundenen Jahresr\u00fcckblick und sah mich zum Jahreswechsel auch nicht gen\u00f6tigt, mich in die illustren Wiederk\u00e4uer eines verhalten interessanten Jahres einzureihen.    <br \/>Trotzdem: Zeit verrinnt absolut gerecht, und wenn mancher auch operativ, delegierend oder durch gesunden Lebensstil, ein oder zwei Zeitscheiben mehr f\u00fcr sich herausholt \u2013 jede Sekunde, Minute, Stunde ist von erheblichem wie unwiederbringlichem Wert. Insofern war ich ziemlich erfreut, das ich letztes Jahr 25 Stunden Geburtstag feiern konnte, denn die Winterzeit hatte mir <a href=\"http:\/\/stadt-bremerhaven.de\/uhren-umstellen-herbst-2009\/\">eine Stunde zum Geburtstag geschenkt<\/a>.<\/p>\n<h2>Minarette verbieten, aber Kirche im Dorf lassen?<\/h2>\n<p>\u00dcberall h\u00f6rt man derzeit, wie pfleglich die kritisch unsere Medien mit dem Schweizer Minarettverbot ins Gericht gegangen seien. Dabei finde muss man <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/14261\/wie-man-minarette-gross-rausbringt\/\">Minarettvergleich deutscher Qualit\u00e4tsmedien<\/a> nicht mitz\u00e4hlen, aber ganz losgel\u00f6st von der aufkommenden Diskussion um ein Minarrettverbot in Deutschland muss im selben Atemzug auch jedes Kirchenhaus abgerissen werden. Gerade die christliche Kirche, die sich derzeit als global verfolgte Organisation dargestellt wird &#8211; insbesondere von unserer neuen Familienministerin K\u00f6hler, ist in ihrer Geschichte ein nie dagewesener, offensiver und kompromissloser&#160; Missionierungs- und Kriegsapparat im Namen des Glaubens gewesen. Da entgegen zu halten, das die hier lebenden Moslems durch eigene Gottesh\u00e4user ihre Religion verbreiten wollten, grenzt da schon an Geschichtsrevisionsmus, ganz sicher aber ist es ein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Kircht\u00fcrmen rufen von Minaretten Menschen zum Gebet, der Bequemlichkeit halber und des Audiosmog wegen in den vielen F\u00e4llen \u00fcbrigens \u00fcber Lautsprecher, oft von zentral per Funk angesprochen.   <br \/>J\u00fcngst hatte das zur Folge, das in einer Stadt <a href=\"http:\/\/blog.stuttgarter-zeitung.de\/?p=26088\">statt des Rufes zum Gebet pl\u00f6tzlich Schlagermusik von jeder Moschee ert\u00f6nte<\/a>. Das nenne ich mal kreative Kritik, und die verhaltene Reaktion der Verantwortlichen zeigt auch, das von dem religi\u00f6sen Fundamentalismus, von dem Familienministerin K\u00f6hler ab und an spricht, und von der \u201cmodernen Christenverfolgung\u201d bei weitem keine Rede sein kann, ansonsten w\u00e4re unter diesen Umst\u00e4nden sicherlich andere Reaktionen zu erwarten gewesen.<\/p>\n<h2>Google reicht Verlegern die Hand<\/h2>\n<p>Im Wall Street Journal ver\u00f6ffentlicht \u00bbHow Google Can Help Newspapers\u00ab von Eric Schmidt, Chef von Google, einen Schritt auf die Verleger zu, und in einem Satz ein paar Schritte zur\u00fcck: \u00bbWith dwindling revenue and diminished resources, frustrated newspaper executives are looking for someone to blame.\u00ab Obwohl zun\u00e4chst Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und zuletzt sogar Bundeskanzlerin <a href=\"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/tag\/angela-merkel\/\" title=\"Angela Merkel\">Angela Merkel<\/a> auf den Zug aufgesprungen ist und sich mit dem &quot;Heidelberger Appell&quot; gek\u00f6dert vom &quot;Qualit\u00e4tsjournalismus&quot; vor den Karren spannen lies: Der Wandel ist l\u00e4ngst vollzogen, es ist nun an den Verlagen ihre Qualit\u00e4t wiederherzustellen oder in weiteren f\u00fcnfzehn Jahren von Pauken und Trompeten mit ihren Surfbrettern auf einer Sandbank zu kentern. Dies ist wieder nur ein weiteres Beispiel f\u00fcr den Verlust der Moderationsf\u00e4higkeit der Politik zwischen den Interessenvertretern, derer im Fall von &quot;paid content&quot; beihnah so vielzahlig sind wie die sagenumwobebene &quot;werberelevante Zielgruppe&quot;. <\/p>\n<h2>Prostitudent\u2122<\/h2>\n<p><del>Der <a href=\"http:\/\/www.kress.de\/\">Medien-Dienst Kress<\/a> k\u00fcndigt neuen Pro 7-Gassenhauer an:       <br \/>3 junge M\u00e4nner wettgeifern darum, wer zuerst 50 junge Studentinnen bzw. Studenten &quot;flachzulegen&quot; vermag. Vom Januar an bl\u00e4st der ehemalige Kirch-Sender zum Angriff auf die Studentenbuden, ganz unter dem Motto &quot;Sex sells&quot; und dem \u00e4u\u00dferst kreativen Titel &quot;50 pro Semester&quot; darf man gespannt sein ob der Niveausinkflug hier ein Ende findet oder nach der vojeuristischen Bruchlandung neue Tiefpunkte erklommen werden. &quot;Bauer sucht Akademiker&quot; vielleicht, oder &quot;Nobelpreistr\u00e4ger meets Barbie&quot;?       <br \/><\/del>Update: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/gesellschaft\/medien\/ProSieben-verschiebt-Skandal-Doku-Soap_aid_793945.html\">Pro 7 verzichtet vorerst auf &quot;50 pro Semester&quot;.<\/a><\/p>\n<h2>&quot;Bologna-Reform&quot;-&quot;Reform&quot;<\/h2>\n<p>Apropos Studenten: Neulich behauptete ja die Kultusministerkonferenz, unter dem Eindruck des Bildungsstreik sei ihnen eine Reform der Bologna-Reform gelungen. In einigen Stichworten wurde diese <a href=\"http:\/\/guardianoftheblind.wordpress.com\/2009\/12\/11\/die-beschluesse-der-kultusministerkonferenz-nichts-als-ein-paar-beruhigungspillen\/\">&quot;Bologna-Reform&quot;-&quot;Reform&quot;<\/a> bei \u00bbGuardian of the Blind\u00ab seziert. Bedenkt man, das die hiesige Bildungspolitik L\u00e4ndersache ist und damit in H\u00e4nden mindestens von \u00fcber 33 Ministern aus Bund und L\u00e4ndern liegt, ist mit einem Fortschritt in der Schul- und Hochschulpolitik ohnehin nicht zu rechnen. Deutschland wirtschaftet seine Schulen und Hochschulen herunter, und das unter den Augen einer vom Bildungsfernen Kampagnenjournalismus manipulierten \u00d6ffentlichkeit, denn: Anders als die vorgenannte Analyse und den Betroffenen Sch\u00fclern und Studenten, sind Mainstream-Medien sich einig: Die &quot;Bologna-Reform&quot;-&quot;Reform&quot; der Kultusministerkonferenz gilt als Ei des Kolumbus.<\/p>\n<h2>Nacktscanner: Alternativloses Tabu<\/h2>\n<p>Wir erinnern uns: Vergangenes Jahr trat das Nacktscanner-Konsortium noch unbeholfen an die \u00d6ffentlichkeit, der Aufschrei war erheblich und der Widerstand in der Politik \u201cLager\u201d-\u00fcbergreifend. Hieraus hat man gelernt:<\/p>\n<p>Nur <a href=\"http:\/\/blog.jan-filter.de\/2009\/12\/30\/totgesagte-leben-laenger-die-rueckkehr-der-nacktscanner\/\">kurze Zeit<\/a> nach der ersten Tickermeldung \u00fcber den verhinderten Anschlag in den USA wurde \u00fcber die einschl\u00e4gigen Mainstream-Medien wieder Bilder von weitaus keuscheren nackten Tatsachen gesendet und zugleich in jede Kamera versichert, mit diesem neuen Ger\u00e4tetyp sei W\u00fcrde und Privatsph\u00e4re so sicher wie der Luftraum. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Meinungsumschwung-bei-Nacktscannern-893466.html\">Meinungsumschwung bei Nacktscannern<\/a> titelte Heise treffend, und bei Metronaut <a href=\"http:\/\/www.metronaut.de\/?p=1070\">sagt ein Bild und eine \u00dcberschrift mehr als tausend Worte<\/a>.<\/p>\n<h2>Steuerfahnderskandal bald &quot;Aff\u00e4re Weimar&quot;<\/h2>\n<p>Inzwischen wird es \u00fcbrigens eng im <strong>Steuerfahnderskandal<\/strong>: Finanzminister Weimar (Hessen CDU) steht mit dem R\u00fccken an der Wand: Behauptet hatte er einerseits, es ginge bei den ermittelten F\u00e4llen von Steuerhinterziehung nur um Kleinstbetr\u00e4ge im dreistelligen Bereich, andererseits hat er jetzt einger\u00e4umt das bei einer wesentlichen Zahl weiterer F\u00e4lle noch unbeantwortete Au\u00dfenpr\u00fcfungen vorl\u00e4gen, diese also in H\u00e4nde anderer Finanz\u00e4mter \u00fcbergeben wurden. Dumm nur das ausgerechnet enge Bekannte der <strong>Hessen<\/strong> CDU unter den hiervon Beg\u00fcnstigten sind, aber dazu muss der feine Herr Weimar nunmehr keine Stellung mehr nehmen, denn die <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2130837_Steuerhinterziehung-Weimar-liess-Liechtenstein-Faelle-liegen.html\">nun vorliegende Behauptung ist ihrerseits unpr\u00fcfbar<\/a>. Ganz so erfolglos, wie der Herr Weimar das immer darzustellen versucht hat, waren die Pr\u00fcfer \u00fcbrigens nicht, wie die Frankfurter Rundschau weiter ausf\u00fchrt sind allein die von der Hinweis gebenden Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelten F\u00e4lle insgesamt mehrere hundert Millionen schwer.<\/p>\n<p>Update 20.12.2009: Jetzt wird es endg\u00fcltig eng f\u00fcr Herrn Weimar: Der behauptet keineswegs direkter Auftraggeber gewesen zu sein, stattdessen h\u00e4tten die Vorgesetzten in den und die Finanz\u00e4mter an sich eine Untersuchung beantragt. Wie aus der FR vorliegenden Listen hervorgeht, waren Auftraggeber doch Andere. Hieraus ergibt sich f\u00fcr Weimar neue Erkl\u00e4rungsnot, \u00e4hnlich wie bei einem anderen <a href=\"http:\/\/www.spd-hessen.de\/.net\/rss\/meldungen\/-1\/75208.html\">j\u00fcngst aus seiner Verantwortung entlassenen Koch-Intimus, Franz-Josef Jung<\/a>, der auch zun\u00e4chst seinen Untergebenen alle Schuld auflud.<\/p>\n<h2>100 Tage SchwarzGelb<\/h2>\n<p>Regierungen benotet man gew\u00f6hnlich nach 100 Tagen erstmals, aber bei so einer beispiellosen Politik sei mir der Vorgriff verziehen.<\/p>\n<p><strong>120 Milliarden Euro<\/strong> will SchwarzGelb in der bevorstehenen Legislaturperiode <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/koalitionsverhandlung106.html\">unter die Leute bringen<\/a>, was <strong>exakt dem Betrag entspricht<\/strong>, der im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schwarzbuch106.html\">f\u00fcr das zur\u00fcckliegende Jahr<\/a> gemeldet wurde.<\/p>\n<p>Das <strong>Verbot sittenwidrige L\u00f6hne<\/strong> sollte niemand mit Mindestlohn verwechseln, denn die drei Euro f\u00fcr die im Friseurhandwerk besch\u00e4ftigten Facharbeiter sind Tarifl\u00f6hne, und die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146365\">diskutierte Untergrenze<\/a> von 4,50 Euro soll fl\u00e4chendeckend &#8211; von der Nordsee bis nach Berchtesgaden, von Aachen bis Frankfurt (Oder) &#8211; gelten.<\/p>\n<p>Stipendien decken wie Baf\u00f6g nur einen Teil der Lebenshaltungskosten jedes Studierende, um den Preis der Abh\u00e4ngigkeit kontinuierlich guter Leistungen. 12 Milliarden in vier Jahren sind f\u00fcr Deutschlands Hochschulen nicht einmal ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein, und \u00f6ffnen Drittmittelwerbung, Zugangsbeschr\u00e4nkungen und Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen an den Universit\u00e4ten und Fachhochschulen T\u00fcr und Tor.<\/strong> <\/p>\n<p>FDP stoppt Internetsperren verlautbarten Mainstream-Medien vergangene Woche, etwas vorschnell. Zwar <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=b429ae24\">vereinbarte man \u00bbL\u00f6schen statt sperren.\u00ab,<\/a> aber durchgesetzt ist das l\u00e4ngst noch nicht. Weiterhin h\u00f6rte man <a href=\"http:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2009\/10\/15\/keine-online-durchsuchung-nirgends\">FDP fordert einen Verzicht auf Online-Durchsuchungen<\/a>, und quasi im selben Atemzug erkl\u00e4rte das Bundeskriminalamt bislang sei keine einzige Ma\u00dfnahme durchgef\u00fchrt worden \u2013 der Widerstand hiergegen d\u00fcrfte demnach gering sein.<\/p>\n<h2>weitere Empfehlungen<\/h2>\n<ul>\n<li>Ich war noch niemals in Paris &#8211; in New York \u00fcbrigens auch nicht. Den Eiffelturm finde ich aber trotzdem sehr beeindruckend. Dessen Entw\u00fcrfe sind jetzt <a href=\"http:\/\/kottke.org\/09\/12\/original-plans-for-the-eiffel-tower\">im Internet zug\u00e4nglich<\/a>. <\/li>\n<li>Seit wir \u00fcber keinen Fernsehempfang mehr verf\u00fcgen, gehen viele Entwicklungen an uns vorbei, so beispielsweise Votingshows wie \u00bbBauer sucht Frau\u00ab. Das wir da nichts verpasst haben, ist klar seit der Sender einr\u00e4umen muss das die <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/Bauer-sucht-Frau-RTL-Ziegenwirt-Willi-GEZ-Milchbauer-Josef;art15532,2982195\">vorgef\u00fchrten Bauern keine echten Bauern sind<\/a>, was den besten Quoten seit Start des Formats wohl einen Abbruch tun d\u00fcrfte. <\/li>\n<li>Roland Koch feierte j\u00fcngst sein Zehnj\u00e4hriges als Hessen-Regent, jedoch wird er nicht m\u00fcde das System-Koch st\u00e4ndig um neue Facetten zu erweitern. Abgesehen von oben erw\u00e4hnten Aff\u00e4re Weimar <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/der-hessen-berlusconi\/\">widmet sich die taz einer ganzen Reihe weiterer Fehltritte j\u00fcngster Zeit retrospektiv<\/a>. <\/li>\n<li>Bilder sagen mehr als tausend Worte, darum hier ein Verweis auf ein sehr Vielsagendes: <a href=\"http:\/\/www.mein-parteibuch.com\/blog\/2009\/11\/24\/israelische-siedlungspolitik-kurz-auf-den-punkt-gebracht\/\">Israelische Siedlungspolitik auf den Punkt gebracht<\/a>. <\/li>\n<li>Selbstreferentiell ist in, in der Politik viel traditioneller als im Web 2.0:      <br \/>Ich bin schon sehr gespannt auf die Antwort der <a href=\"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/tag\/SchwarzGelb\/\">SchwarzGelb<\/a>en Landesregierung auf die <a href=\"http:\/\/starweb.hessen.de\/starweb\/LIS\/servlet.starweb?path=LIS\/PdPi_FLMore18.web&amp;search=WP%3d18+and+R%3d4706&amp;search2=20091222120000\">kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten Bellino, Dietz, Lannert, Seyffardt, Stephan und Wiegel zur Strafbarkeit von Zoophilie<\/a>. <\/li>\n<li>Die Bahn schickt derzeit auf die Schiene, was rollt: \u00bbMitten im Weihnachtsverkehr f\u00e4llt jede zweite Verbindung zwischen Berlin und M\u00fcnchen aus. Ersatzz\u00fcge kann die Bahn nach eigener Aussage nicht zur Verf\u00fcgung stellen, &quot;da zurzeit alles f\u00e4hrt, was fahren kann.&quot;\u00ab <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bahnchaos102.html\">schreibt die Tagesschau<\/a>. <\/li>\n<li><strong>Atomlobbyist im Umweltministerium<\/strong> Nur konsequent: Wahlkampfhilfe und 200 Millionen Euro Boni f\u00fcr die Energieindustrie, da kann man nur laut rufen \u00bbHer mit der Expertise!\u00ab Ich habe auch schon ein paar interessante Vorschl\u00e4ge f\u00fcr all die anderen Ministerien: Merck und Aventis entsenden ihre ausgedienten Lobbyisten ins Gesundheitsministerium, der Dachverband christlicher Kirchen seine Missionare ins Familienministerium, der Deutsche Industrie und Handelstag entsendet <a href=\"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2008\/07\/17\/grosse-koalition-im-kleinen\/\">Esther Walther<\/a> und <a href=\"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/11\/05\/silke-tesch-muss-in-der-spd-bleiben\/\">Silke Tesch<\/a> ins Wirtschaftsministerium, &#8230; usw.usf. <\/li>\n<li>Apropos Umwelt: Wie viele Wissenschaftler bezweifeln wohl die Existenz eines menschlich indizierten Klimawandel, 1 von 10, 30%, 50:50? Die Medien befeuern momentan, teils auch nur in ihren \u201cbegleitenden\u201d Werbebl\u00f6cken, diese Gegenthese, aber <a href=\"http:\/\/www.informationisbeautiful.net\/2009\/climate-change-a-consensus-among-scientists\/\">nur ein Bruchteil ehrbarer Wissenschaftler folgte der Antithese<\/a>. <\/li>\n<li>Gro\u00dfes Kino\u2122:<a href=\"http:\/\/toki-woki.net\/p\/scroll-clock\">Digitaluhr realisiert mit bis zu sieben horizontalen und vertikalen Scrollleisten pro Ziffer<\/a>. Ich stehe auf solche Experimente! <\/li>\n<li>Im hohen Norden regiert SchwarzGelb, und das merkt man woran? Deren <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/wirtschaft\/dossiers\/hshnordbank\/hshnordbank394.html\">angeschlagene HSH Nordbank hat ihren Managern &#8211; unter Billigung von der CDU\/FDP-Regierung &#8211; h\u00f6here, die Bedingungen des Rettungsplans f\u00fcr die Bank ad absurdum f\u00fchrende Boni zugesichert<\/a>. <strong><a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/hshnordbank170.html\">Herr Nonnenmacher, \u00fcbernehmen Sie &#8211; sich!<\/a><\/strong> <\/li>\n<li>Peter K\u00f6rner bloggt derzeit kaum, aber mit seiner <a href=\"http:\/\/www.peterkroener.de\/volks-ueberwachungs-republik-deutschland-skalierbare-vektorgrafik\/\">\u00bbVolks-\u00dcberwachungs-Republik Deutschland\u00ab als skalierbare Vektorgrafik<\/a> hat er sich ohnehin selbst \u00fcbertroffen. <\/li>\n<li>\u00bbDie SPD darf dem rechten P\u00f6bel nicht l\u00e4nge die Meinungsf\u00fchrerschaft \u00fcber die eigene Partei \u00fcberlassen.\u00ab \u00bbWenn man sieht, wer in der Politik schon eine zweite und dritte Chance bekommen hat, dann hat auch eine Andrea Ypsilanti diese Chance verdient.\u00ab (aus <a href=\"http:\/\/www.fixmbr.de\/die-lanze-brechen-fuer-andrea-ypsilanti\/\">F!XMBR: Die Lanze brechen f\u00fcr Andrea Ypsilanti<\/a>) Richtig. <\/li>\n<li>\u00bb#CDU und #FDP so: &quot;Reichtum muss sich wieder lohnen&quot;. Die #SPD so: &quot;Lohn muss wieder reichen&quot;. Sie ha\u2026 \u00e4h, h\u00e4tten die Wahl gehabt.\u00ab Richtig, leider. (via <a href=\"http:\/\/twitter.com\/RoterSeptember\/statuses\/4466824568\">RoterSeptember auf Twitter<\/a> <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/702\/497012\/text\/\">3,5 Millionen Strafzahlung f\u00fcr die FDP<\/a> sind da kein Trostpflaster. <\/li>\n<li>Karl-Theodor von und zu Guttenberg f\u00fchrt \u00fcbrigens strenges Regiment: Obwohl inzwischen sichergestellt ist, dass das ZDF im Sinn der C*U neu ausgereichtet wird, blockiert das Ministerium des Shootingstar Recherchen anderer Medien hinsichtlich der Feldpost seiner Soldaten, das SZ Magazin bekam das zu sp\u00fcren als sie Feldpost in Afghanistan stationierter Soldaten abdrucken wollte, und sah sich zuletzt zum Schutz ihrer Informanten dazu gezwungen die Schreiben      <br \/>zu anonymisieren. Das passt zur Hexenjagd des Ministeriums in Hinblick auf die undichte Stelle gegen\u00fcber Bild, \u00fcber die erst die Debatte um den Bombenabwurf bei Kundus in Gang gekommen ist und ohne deren Intervention vermutlich schnell Gras \u00fcber die Sache gewachsen w\u00e4re. Geheimsache Guttenberg. <\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"color: silver\"><a href=\"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/tag\/retrospektive\">Retrospektive<\/a> ist mein neues Format f\u00fcr all das, wof\u00fcr ich keine Zeit hatte, aber was unter gar keinen Umst\u00e4nden unkommentiert bleiben darf. <strong>Retrospektive<\/strong> erscheint in loser Folge, zu willk\u00fcrlichen Zeitpunkten, ein Anspruch auf eine Retrospektive entsteht dem Leser hierdurch nicht. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwie empfinde ich Retrospektive saisonal ungebundenen Jahresr\u00fcckblick und sah mich zum Jahreswechsel auch nicht gen\u00f6tigt, mich in die illustren Wiederk\u00e4uer eines verhalten interessanten Jahres einzureihen. 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