{"id":1878,"date":"2009-10-28T00:40:31","date_gmt":"2009-10-27T23:40:31","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=1878"},"modified":"2015-12-01T12:58:38","modified_gmt":"2015-12-01T11:58:38","slug":"serienbriefe-partei-deutschlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/10\/28\/serienbriefe-partei-deutschlands\/","title":{"rendered":"Serienbriefe Partei Deutschlands"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man mich fragt, warum unsere Partei<sup><a href=\"#footnote_0_1878\" id=\"identifier_0_1878\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Sozialdemokratische Partei Deutschlands\">1<\/a><\/sup> in so gro\u00dfen Schwierigkeiten ist, erntet man viele Antworten. Relativ selten geh\u00f6rt Kommunikation und Kampagnenf\u00fchrung dazu, doch als ich gerade mal wieder Geburtstag hatte und zum nunmehr f\u00fcnften Mal &raquo;<strong>HERZLICHE GL\u00dcCKW\u00dcNSCHE ZUM GEBURTSTAG!<\/strong>&laquo; erhielt, wurde mir regelrecht schlecht, was angesichts des Zeitpunktes des Posteingangs eine halbe Stunde vor dem Geburtstag nicht am Blubberwasser gelegen haben kann.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"text-align:right\">Berlin, den 25.10.09<\/span><\/p>\n<p>Lieber Udo Springfeld,<\/p>\n<p>Du feierst heute  Deinen 32. Geburtstag!<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte deshalb nicht vers\u00e4umen, Dir zu gratulieren!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnsche ich Dir Gesundheit, Gl\u00fcck und Zufriedenheit und<\/p>\n<p>hoffe, dass sich Deine W\u00fcnsche und Vorstellungen erf\u00fcllen werden!<\/p>\n<p>Ganz herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Kajo Wasserh\u00f6vel, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der SPD<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>In unserer Datenbank bist du mit der Nummer <********> registriert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie gesagt, kam die Nachricht nicht nur eine halbe Stunde zu fr\u00fch an, sondern war auch noch beinah so pers\u00f6nlich wie der Zweizeiler in den Vorjahren. Teilt man die Mitgliederzahl durch die Tage im Jahr, zieht noch einen realistischen Faktor per Internet erreichbarer Genossinnen und Genossen hinzu kommt man auf etwa 500 E-Mails, die die Mailserver dieser \u00fcber 140 Jahre alten Traditionspartei pro Tag verlassen. Insofern erwarte ich kein pers\u00f6nlich unterschriebenes Telegramm, noch eine \u00fcber Anrede und Alter hinaus gehende Personalisierung. Aber einerseits Duzen wir uns in der Partei doch, und also ist mein <strong>Nachname in der Anrede doch wohl \u00fcberfl\u00fcssig<\/strong>, andererseits kann man auf den Footer mit dem Hinweis auf eine wie auch immer geartete <strong>Datenbank<\/strong>, meine <strong>Mitgliedsnummer<\/strong> und meine <strong>&#8222;Registrierung&#8220;<\/strong> in so einer Mail doch gewiss verzichten. <\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_0_1878\" class=\"footnote\">Sozialdemokratische Partei Deutschlands [<a href=\"#identifier_0_1878\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man mich fragt, warum unsere Partei1 in so gro\u00dfen Schwierigkeiten ist, erntet man viele Antworten. 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