{"id":1713,"date":"2009-10-09T09:08:44","date_gmt":"2009-10-09T08:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/10\/09\/de-mail-yourself-sucker\/"},"modified":"2015-12-01T13:11:40","modified_gmt":"2015-12-01T12:11:40","slug":"de-mail-yourself-sucker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/10\/09\/de-mail-yourself-sucker\/","title":{"rendered":"De-Mail yourself, sucker!*"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin heute bei heise an De-Mail erinnert worden, de\u2019 Mail wo der Staat anbietet. Das Pilotprojekt ist jetzt in Aktion, wurde im Beisein von Medienvertretern genutzt. Das Marketing war pfiffig, und hat als Botschafter die Person an Bord geholt, der die erste elektronische Korrespondenz in \u201cgood old germany\u201d gef\u00fchrt hat. Dann war offenbar Ende Gel\u00e4nde mit den kreativen Erg\u00fcssen. Der Name ist schrottig, altbacken das Interface. Schlimmer nur, was man beim Branchendienst heise <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Pilotprojekt-zur-Buerger-E-Post-De-Mail-gestartet-817867.html\">daraus gemacht<\/a> hat. Ich habe mal kurzerhand alle als F\u00fcllw\u00f6rter identifizierten Verpackungsmaterialien aus dem ersten Satz gestrichen, um nur den Sachverhalt wiederzugeben:<\/p>\n<blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fn.de-mail.de\/cln_094\/DeMail\/DE\/Home\/home_node.html\">Testlauf<\/a>&#160; f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/meldung\/Grosse-Koalition-fordert-mehr-Rueckhalt-fuer-Buerger-Mail-Projekt-189119.html\">B\u00fcrger-E-Post<\/a> &quot;De-Mail&quot; in der &quot;T-City&quot; Friedrichshafen gestartet.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Namen sind Schall und Rauch, Funktionen dokumentieren Autorit\u00e4t, Zeitangaben sind bei Nachrichten unabdingbar, alles was bleibt: Sinnentleerte Seelenlosigkeit. <strong>B\u00fcrger-E-Post gleicht Nazijargon.<\/strong> Unbeabsichtigt nat\u00fcrlich, von Nerds umgesetztes, von Technokraten aus dem letzten Jahrtausend erdachtes Corporate Wording halt. <strong>De-Mail ist immerhin De-nglisch.<\/strong> Das kann man auch Freunden in \u00dcbersee diktieren ohne zu buchstabieren. <strong>\u201cT-City\u201d wirkt wie ein weiterer Versuch Marke als Ortsbezeichnung zu etablieren<\/strong>. Teile von Darmstadt sind beispielsweise nur knapp \u201cTelekom-City\u201d entkommen, daf\u00fcr gibt es die \u201cT-Online-Allee\u201d.<\/p>\n<p>Grandios \u00fcbrigens, was das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, dazu zu sagen hatte: \u00bb<strong>Wir haben die erste anwendbare sichere E-Mail gesehen<\/strong>\u00ab wird Abteilungsdirektor Hartmut Isselhorst zitiert, und nennt diesen Augenblick im selben Atemzug einen historischen Moment &#8211; f\u00fcr das Bundesamt und seine technikaffine Belegschaft ganz gewiss. Offensichtlich kommt JavaScript nicht zum Einsatz, sonst w\u00e4re das Urteil anders ausgefallen.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte kotzen.<\/p>\n<p>* Nicht ganz ernst gemeint, denn einen Nutzen bringt De-Mail trotz aller Bedenken und sprachlicher Entgleisung: Mehr Sicherheit, f\u00fcr wen? T-Systems, wiederum aus Darmstadt, ist nicht nur Dienstleister f\u00fcr De-Mail, sondern auch in vielzahligen anderen Projekten involviert, in denen B\u00fcrger zum informationellen Aderla\u00df gebeten werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin heute bei heise an De-Mail erinnert worden, de\u2019 Mail wo der Staat anbietet. Das Pilotprojekt ist jetzt in Aktion, wurde im Beisein von Medienvertretern genutzt. Das Marketing war pfiffig, und hat als Botschafter die Person an Bord geholt, der die erste elektronische Korrespondenz in \u201cgood old germany\u201d gef\u00fchrt hat. 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