{"id":1508,"date":"2009-08-15T15:38:51","date_gmt":"2009-08-15T14:38:51","guid":{"rendered":"http:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/08\/15\/finaler-schalterschluss-bei-der-post\/"},"modified":"2015-12-01T14:30:11","modified_gmt":"2015-12-01T13:30:11","slug":"finaler-schalterschluss-bei-der-post","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2009\/08\/15\/finaler-schalterschluss-bei-der-post\/","title":{"rendered":"Finaler Schalterschluss bei der Post"},"content":{"rendered":"<p>Darmst\u00e4dter Lokalpolitiker rangen in der Vergangenheit um die Filialen in den Stadtteilen Eberstadt und Arheilgen, wo noch Relikte der altehrw\u00fcrdigen Bundespost \u00fcbrig sind: Kleine Filialen mit wenigen Mitarbeitern, Filialen hinter einfach verglasten, mit vergoldetem Fensterrahmen eingefassten Fenstern.<\/p>\n<p>CDU-Lokalmatador Ludwig Achenbach \u201ck\u00e4mpfte\u201d beispielsweise mit <a href=\"http:\/\/www.cdueberstadt.de\/Pressemeldungen\/Archiv.htm\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">blumigen Worten<\/a> f\u00fcr den Erhalt der Postfiliale Eberstadt: \u00bbEberstadt ist ein lebendiger Stadtteil mit 23.000 Einwohnern, zur Infrastruktur geh\u00f6rt auf alle F\u00e4lle eine eigene Poststelle. Dies war seit den Zeiten der Kaiserlichen Post eigentlich unbestritten, hinter diesen Standard sollte man nicht zur\u00fcckgehen\u00ab SPD-Showgirl Dagmar Metzger, die in diesem Stadtteil ihren Wohnsitz hat, sammelte vor der Filiale mit Genossen Unterschriften. Zuletzt stimmte man die Verantwortlichen um, oder rang ihnen immerhin ein Presse-\u00f6ffentliches Bekenntnis zur Filiale ab.<\/p>\n<p>Geographisch genau gegen\u00fcber passierte in etwa das selbe, in Arheilgen war die Deutsche Post l\u00e4ngst mit der Abwicklung besch\u00e4ftigt, als man dies \u00f6ffentlich bekannt gab und damit einen Sturm der Entr\u00fcstung unter den dortigen Kunden und einen eben solchen im Wasserglas der Lokalpolitiker verursachte. Wieder Presseerkl\u00e4rungen, Termine vor Ort und schon knickte der Vertrieb der Post vor der \u00d6ffentlichkeit, der politischen \u00d6ffentlichkeit und der ver\u00f6ffentlichten Meinung ein wie der Kurs der T-Online-Aktie nach Bekanntwerden der Fusion mit der Telekom.<\/p>\n<p>Jetzt ist auch klar, warum der Vertrieb nachgab: Weil man l\u00e4ngst im Sinn gehabt haben musste, was heute wiederver\u00f6ffentlicht wurde und f\u00fcr verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Wirbel sorgte, n\u00e4mlich das die Deutsche Post beabsichtigt bis 2011 <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/842\/484281\/text\/\" target=\"_blank\">alle \u00fcbrig gebliebenen 475 Filialen aufzugeben<\/a>.<\/p>\n<p>L\u00e4ngst werden die meisten Dienstleistungen des Dienstleisters ohnehin \u00fcber Subunternehmer erbracht, insofern ist die Aufgabe des eigenen Filialnetzes nur ein weiterer konsequenter Schritt vom Staatsbetrieb hin zum reinen Verwaltungsapparat.<\/p>\n<p>Bleibt zu hoffen, das sich die Bahn kein Beispiel daran nimmt, f\u00fcr die Sanierung des Eberst\u00e4dter Bahnhofes aber setzt sich die Lokalpolitik bereits seit einiger Zeit <del>in Szene<\/del> ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darmst\u00e4dter Lokalpolitiker rangen in der Vergangenheit um die Filialen in den Stadtteilen Eberstadt und Arheilgen, wo noch Relikte der altehrw\u00fcrdigen Bundespost \u00fcbrig sind: Kleine Filialen mit wenigen Mitarbeitern, Filialen hinter einfach verglasten, mit vergoldetem Fensterrahmen eingefassten Fenstern. 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