{"id":11287,"date":"2016-03-09T10:27:34","date_gmt":"2016-03-09T09:27:34","guid":{"rendered":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/?p=11287"},"modified":"2023-02-18T10:29:46","modified_gmt":"2023-02-18T09:29:46","slug":"r2g","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udo.springfeld.eu\/blog\/2016\/03\/09\/r2g\/","title":{"rendered":"R2G"},"content":{"rendered":"<p>2008 \u00fcberlies die SPD im Bund den Landesverb\u00e4nden noch gro\u00dfz\u00fcgig die Entscheidung \u00fcber B\u00fcndnisse mit Die Linke. Wenig sp\u00e4ter trieb der vereinte &#8222;Qualit\u00e4tsjournalismus&#8220; daf\u00fcr die hessische SPD und Andrea Ypsilanti vor sich her, die sich mit ihrer Festlegung gegen eine Zusammenarbeit mit Die Linke etwa 8.000 W\u00e4hlerstimmen zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte. Damit das Wahlergebnis auch im Sinne des rechten Lager ausfiel, musste sogar der ehemalige &#8222;Superminister&#8220; Wolfgang Clement eine Woche vor dem Wahlsonntag Partei gegen seine eigene Partei ergreifen. Als die konservative Hannelore Kraft in Nordrhein-Westfalen das selbe Kunstst\u00fcck vollf\u00fchrte, \u00fcbten sich die selben Demagogen, die einer Regierung unter Tolerierung von Die Linke in Hessen eben noch den Garaus trieben, in vornehmer Zur\u00fcckhaltung. Erst als wiederholt ein verfassungswidriger Haushalt vorgelegt wurde, wurde langsam die geballte Kompetenz von Kraft als auch das B\u00fcndnis in Frage gestellt. In Berlin ging sogar ein langj\u00e4hriges B\u00fcndnis von Die Linke mit der Berliner SPD zu Ende, und wo vorher Gysi mit Wowereit regierte regiert seither christdemokratische Lethargie und BER.<\/p>\n<p>Nur knapp zehn Jahre zuvor hatte sie mit Lafontaine ihren Vorsitzenden verloren, der seine Chance und den Parteivorsitz bei Die Linke ergriff und einen Gutteil der rund 300.000 der SPD im Rahmen der Agenda-Politik ihren R\u00fccken kehrenden Mitglieder abgriff. Seither bedient man im politischen Berlin eine M\u00e4r von verletzten Gef\u00fchlen, pers\u00f6nlicher \u00dcberforderung und Rache. &#8222;Lafo&#8220; habe sich als Bundesminister \u00fcbernommen wurde kolportiert, dabei war die wenn auch kurze doch fr\u00fche und deshalb so wichtige Amtszeit eher von positiven Kritiken gepr\u00e4gt. Sowohl Eichel als auch Steinbr\u00fcck stellte der journalistische Wirtschaftsteil zwar ein gutes Zeugnis aus, das allerdings meist der Haushaltskonsolidierung und des Krisenhaushalt wegen. Lafontaine hingegen wurde im Gegensatz dazu Visionen attestiert, was ob der kurzen Amtszeit keiner Pr\u00fcfung standhalten braucht.<\/p>\n<p>Im Anschluss beraubte sich die SPD 2005 zun\u00e4chst der Regierung und in der Folge sowohl im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 als auch 2013 der Perspektive auf eine Zusammenarbeit mit Die Linke und somit dem W\u00e4hler jedwede Alternativen links der ohnehin nicht existenten Mitte. Diese Post-Schr\u00f6der SPD man\u00f6vrierte sich, den konservativen Genossinnen und Genossen gef\u00e4llig, in eine Quarant\u00e4ne mit der offenbar ewigen Kanzlerin und in stetiger Abgrenzung zur Partei Die Linke. Und dennoch beschloss man erst vor kurzem: In Zukunft soll mit allen politischen Kr\u00e4ften verhandelt werden, mit Ausnahme der Neuen Rechten.<\/p>\n<p>Und 2017 nun sollen nur B\u00fcndnisse mit Rechtspopulisten und -extremen ausgeschlossen sein? Das glaube ich, wenn ich es sehe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2008 \u00fcberlies die SPD im Bund den Landesverb\u00e4nden noch gro\u00dfz\u00fcgig die Entscheidung \u00fcber B\u00fcndnisse mit Die Linke. Wenig sp\u00e4ter trieb der vereinte &#8222;Qualit\u00e4tsjournalismus&#8220; daf\u00fcr die hessische SPD und Andrea Ypsilanti vor sich her, die sich mit ihrer Festlegung gegen eine Zusammenarbeit mit Die Linke etwa 8.000 W\u00e4hlerstimmen zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte. 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