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Mobilitätskonzept Darmstadt

Mobilität ist entscheidend für einen Standort, auch und gerade inmitten des Rhein-Main-Gebietes. Nicht nur für die hier lebenden, lernenden und arbeitenden Menschen, den hier angesiedelten Unternehmen und Organisationen, sondern vielmehr aus deren Gesamtheit, gemeinhin Gesellschaft genannt. Mobilität des Indiviums, nicht zu verwechseln mit Individualverkehr, ist abhängig vom ÖPNV-Angebot, von der Beschaffenheit der Verkehrswege und weiterer Infrastruktur, die die Mobilität begünstigen oder eben auch beschädigen können. Allein dem Verkehr, einem wesentlichen Teil der Mobilität, widmet sich ein sogenannterVerkehrsentwicklungsplan. Hierin wurden zu Anfang des Jahrtausends zahlreiche Erkenntnisse zum Sachstand in Sachen Fortbewegung zusammengetragen, hieraus Schlüße gezogen und Maßnahmen skizziert, denen die Lokalpolitiker wie einem roten Faden nur folgen brauchten, um den Bedürfnissen der Bevölkerung, derer sie selbst angehören, gerecht zu werden. Darmstadt, regionales Zentrum in Südhessen, zu Frankfurt nächstgrößere Stadt im Rhein-Main-Gebiet, verfügt über eine erstklassige verkehrliche Lage, in der Anbindung aber weist es Defizite auf. In Darmstadt liegt alles nah beeinander, trotzdem verfügt Darmst’ über ein breites Spektrum von Angeboten im kulturellen, bildenden und ökonomischen Bereich, trotzdem sind vor allem Autofahrer im Vorteil, da im Zweifel bis Mitternacht Bus- und Bahnlinien halbstündlich das südliche Alsfeld mit dem nördlichen Wixhausen verbinden, vereinzelt gut ausgebaute Radwege das Risiko schwerer Unfälle auf den Hauptverkehrsrouten minimieren und obschon massenhaft “ruhenden Verkehrs”1 immerhin noch gut 1 Meter von jedem Bürgersteig Passanten bleibt, so ist doch fraglich ob den Bedürfnissen der Bürger hiermit allein gedient ist. Beispielhaft nur ein paar alltäglich zu beobachtende Defizite, wenn man sich denn die Mühe macht Darmstadt zu erkunden, und nicht nur zu durchqueren.
  • Touristen kommen insbesondere wegen der Mathildenhöhe nach Darmstadt. Vom Hauptbahnhof führt eine Buslinie Interessierte unmittelbar dorthin, Beschilderung im Bahnhof wiederum weist dort hin. Allerdings, befindet sich der Reisende dann einmal vor der Bahnhofstüre, gibt es mit Ausnahme des Fahrplanes keinen direkten Hinweis darauf, wie man zur Mathildenhöhe und/oder die Innenstadt gelangt. Ferner fehlt die seit knapp einem Jahrzehnt ausstehende Beschilderung am Hauptausgang, mit Hilfe der hier häufig gestellte Frage2 beispielsweise ad acta gelegt wäre.
  • Obwohl Touristen angezogen werden – sollen, werden sie – abgesehen vom fehlenden Wegeleitsystem – am Hauptbahnhof allein gelassen. Aufgrund der Haushaltslage ist eine »Tourist Info« zu viel verlangt, aber Darmstadt sollte Touristen einen kleinen, ggf. werbefinanzierten Stadtplan als Handreichung anbieten. Hierzu bietet sich im Foyer des Hauptbahnhofes genug Gelegenheit, und im Rahmen der verstetigten Beziehungen mit der Bahn, die ja auch ihren Nutzen an den hier aufschlagenden Touristen zieht, dürfte ein Ansprechpartner, der einen entsprechenden Infostand – möglicherweise als Ergänzung/in Nähe der Hotelvermittlung nebst Stadtplan – ermöglicht.
  • Darmstadt braucht ein – vor allem an Fussgänger und Radfahrer – gerichtetes Wegeleitsystem an den relevanten Orten und Wegpunkten.
  1. parkende Fahrzeuge []
  2. »Welche Linie muss ich zum Luisenplatz nehmen?« []

Zitate

Man verliert die meiste Zeit damit, Zeit gewinnen zu wollen. John Steinbeck, amerikanischer Schriftsteller, 1902 - 1968

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