Christopher Lauer: Kann es besser.

Christopher Lauer meint, es besser zu können. Aber Kritik verträgt er nicht. Denn sonst hätte er meine Anmaßende an seiner Anmaßenden stehen gelassen, oder kommentiert. Ich schrieb~:

Eine junge Klientel- ist anderes als eine alte Volkspartei, die ändert ihren Kurs nicht auf Klicks hin, und das ist auch gut so. Deine Vorstellung hier ist wie immer anmaßend. Du wirkst wie die Architekten hier, die in die SPD eintraten und angepisst waren, weil sie nicht mit Aufträgen versorgt wurden.

Aber jener Kommentar wartet bis heute auf Freischaltung. Statt Kritikfähigkeit zeugt seine persönliche Filterblase von einer gewissen Kunstfertigkeit: Er tritt immer wieder in Erscheinung, bringt sich ins Gerede, und verschwindet sodann wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung, und schafft so eine Kunstfigur, wie ein Aktionskünstler. Er verwechselt das mit Politik. In der Politik wirkt das allerdings eher wie einer, der immer mal wieder für Talkshows und Tickermeldungen parat steht, elder states man, die aus der aktiven Politik ausgeschieden sind, aber noch genug Öffentlichkeit in Form von Einschaltquoten und Verkaufszahlen generieren. So in die Offensive gehend bewahrt er seinen persönlichen Seelenfrieden aber offenbar nur, indem er nur jene Meinungen zulässt, die ihm zusagen, er entscheidet folglich was in seine Filterblase eintritt. Das ist sein gutes Recht. Aber ist selektive Wahrnehmung nicht trügerischer als beispielsweise Rundfunk, der nur sendet, und allenfalls mal alle vier Jahre einer Abstimmung stellt? Er ist damit hingegen eher wie die Konservativen, die sich auf Abgeordnetenwatch Rosinen picken: Besser als die, die mit Standardantworten auf ihr Abgeordnetenbüros verweisen. Aber nicht besser insgesamt. Für jemand, der wie ich hier, Kommentare gar nicht zulässt, sondern die den sozialen Medien überlässt ganz schön anmaßend? Korrekt. Aber ich bekleide auch kein öffentliches Amt oder will in Funktion. Christopher Lauer schon. Er hat sich auf die Lauer gelegt, und bringt sich bei dieser günstigen (nicht zu verwechselnden Gelegenheit wieder ins Gespräch. Koste es was es wolle.

Kleiner Tipp: Andere gehen auf Parteitage, in Sitzungen, oder sei es nur auf einer Party heute Abend, und diskutieren da offen und ohne Visier. Geh hin. Die sind parteiöffentlich, und du hast ein Parteibuch. Mag sein das deine Meinung der vieler Genossen entspricht, aber indem du nur mit der Öffentlichkeit über Genossen sprichst, empfiehlst du dich nicht, und zeigst dich auch nicht sonderlich solidarisch.

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