Blacklist-Filterblase zur selbst auferlegten Zensur gegen Bullshitbingo, Boulevard & Co.

Das Jahresende naht, Zeit für ein paar gute Vorsätze. Einen erfülle ich bereits im vorauseilenden Gehorsam mir selbst gegenüber. Ich übe mich in Nachrichtenfasten. Die Filter von Bing und Google News haben mir dabei schon ganz gut geholfen, die größten Schrott wie Boulevard a la BILT und Bullshitbingo wie Spiegel und Focus aus den Ergebnissen zu drängen. Dank Zutun der Verlage in Vertretung durch die VG Media sind die Ergebnisse noch unwichtiger und zurückhaltender präsentiert worden. Aber durch Links in sozialen Medien, im Feedreader oder in E-Mail kommt man trotzdem von Zeit zu Zeit auf so genannten, selbst ernannten Qualitätsjournalismus. Und ich für meinen Teil habe meine eigene Meinung, die ich mir gern selbst bilde, bekomme dort aber meist nur gefestigte Weltbilder der Redakteure, der Chefredaktion oder im schlimmsten Fall einer grauen alten Dame zu lesen. Ich ärgere mich viel mehr als das ich den Kopf schüttele.

Für mich kam daher nur in Frage, die Seiten völlig auszublenden, mir also eine persönliche Blacklist anzulegen, mich selbstgewählt in eine Filterblase zu begeben, denn nicht alle sind schlecht. Die Frage war nur wie: Ad-Blocker rekonfigurieren, damit diese Seiten nicht angezeigt werden? Kann man machen, aber dazu müsste man den in allen Browsern auf allen Endgeräten rekonfigurieren. Router-Konfiguration manipulieren? Dann doch lieber eine hosts-Manipulation, denn darauf greift ja nur derjenige zu, der ohnehin administrativen Zugang zum System hat. Ansonsten würden beispielsweise Gäste oder Kunden auch nicht darauf zugreifen können. DNS aufsetzen? Einerseits das selbe Problem, andererseits mit Kanonen auf Spatzen schießen. Das gefiele unseren Katzen zwar, ich bin aber Tierfreund und Pazifist.

Filterblase durch Blacklisting per hosts-Datei

Die einfachste, Anwendung-übergreifende Lösung ist leider noch immer das Delisting per hosts-Datei, einer Datei in der auf jedem Rechner andere Rechnernamen und deren numerische Repräsentanz, nämlich die IP-Adresse hinterlegt ist. Ich habe der Datei einen eigenen Abschnitt zu diesem Zweck hinzugefügt. Bei mir sieht der entsprechende Abschnitt wie folgt aus:

127.0.0.1 www.bild.de
127.0.0.1 www.welt.de
127.0.0.1 www.spiegel.de
127.0.0.1 www.focus.de

Um diese Zeilen hinzuzufügen musste ich nur die Windows-Taste betätigen, editor eingeben, den Eintrag mit der rechten statt der linken Maustaste betätigen und ‚Als Administrator ausführen‘ auswählen, um dann im Editor über Öffnen die Datei %windir%system32driversetchosts aufzurufen und die Zeilen an deren Ende hinzufügen und schließlich zu speichern.

Ab sofort werden alle Anfragen an die konfigurierten Server auf den eigenen Computer umgeleitet.

Und es hat noch einen anderen Vorteil: Durch die Weiterleitung kann man sich anstatt einer leeren Seite eine mit einer Suchmaschine vorstellen. Weiterer Vorteil: Das kann jeder, das Verfahren ist sogar mit Bordmitteln leicht zu erreichen.

Es handelt sich hier lediglich um einen Erfahrungsbericht in eigener Sache, der nicht als Handlungsempfehlung missverstanden werden darf. Natürlich schätzt der Autor die oben genannten Plattformen und empfiehlt der Leserschaft auch deren Besuch, um so zu einer eigenen Einschätzung zu gelangen.

Warum ..?

Die Menschen laufen ohnehin mit einer Schere im Kopf durch die Gegend, in manchen repressiven aber representativen Staaten übernehmen die übrigen Statements die staatlichen Scheren. Was aber wenn man nicht sich sondern ganz bewusst Dritte zensieren will, eine gute Filterblase aufbauen also? Dann wird es schon schwieriger.

BILT (=BI(LD & WE)LT)

Darüber muss man ja kein Wort verlieren.

Focus

Eine Beschwerde beim Presserat habe ich schon hinter mir. Über das Ergebnis zu schreiben, spare ich mir, eine besondere Geschmacklosigkeit an der Grenze zur Verletzung der Menschenwürde war das Thema, und die Konsequenz das sich der Presserat damit befasst aber entschlossen habe keine Rüge zu erteilen.

Mal ganz abgesehen davon das der Focus das typische Familien- und Frauenbild der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts und also der CDU/CSU propagieren, indem sie »Schluss mit klassischer Familie« teasern und brutalst möglich indifferent davon schwadronieren das »Schwesig noch mehr teure Sozialromantik will«, demnach also unmissverständlich denjenigen 40 Prozent entgegen kommen, die für Deutschland schwarz und als Ursache jene in Hartz IV sehen, fällt das so genannte selbst ernannte Nachrichtenmagazin völlig aus der Rolle, indem es die Ministerin »Küstenbarbie« tituliert und die fragliche Formulierung wenig später aus dem Artikel streicht. Dumm nur das man der Community erlaubt, eigene Beiträge zu veröffentlichen, und einer der Schreiberlinge den neuen Titel auch sogleich wieder verwendet1.

Spiegel

Auf Spiegel Online verzichte ich nicht des Leistungsschutzrechtes, sondern des offen zur Schau gestellten Rassismus wegen. Obwohl inzwischen nachweislich weniger an Verherrlichung des Nationalsozialismus grenzende Titelgeschichten erscheinen, die das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte in eigenem Licht beleuchten bleibt der latente

  1. Titel: Schluss mit Vater-Mutter-Kind: „Küsten-Barbie“, Verfasser: Horst Naatz []

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