Oktober 15th, 2009 (849 Tage her) 2 
SchwarzGelb will bei der
Bundesagentur für Arbeit 30 Milliarden Euro strukturelles Defizit in vier Jahren abschmelzen, beim auf vier Jahre hochgerechneten Haushaltsvolumen von 2007
wären das 17%. Wenn man dem gegenüber stellt, das allein die Enteignung der inzwischen irrelevanten Hypo Real Estate den Steuerzahler vier Mal so viel gekostet hat, entlarven solche Rechenexempel eindrucksvoll welch kleine Brötchen hier gebacken werden. Drei Mal darf man raten, wessen Brötchen demnächst noch kleiner werden.
Doch es gibt auch gute Nachrichten, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet wird über eine
Ausweitung von Mikrokrediten für Kleinunternehmen mit bis zu neun Mitarbeiter nachgedacht, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu beheben. Bemerkenswert auch hier der Zusammenhang mit den Maßnahmen im Rahmen der Finanzmarktkrise, waren doch Bürgschaften und Kredite an die Bankhäuser in erster Linie dazu gedacht das Vertrauen der Banken untereinander wiederherzustellen und einer “Kreditklemme” vorzubeugen. Die Behauptung der Banker, eine solche Klemme sei nur der Phantasie des scheidenden Finanzministers geschuldet, die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit eines Übergangs des Finanzministeriums an die FDP und diese Maßnahme unterstreichen einmal mehr das sich die Wählerinnen und Wähler mit dem Mandat für SchwarzGelb keinen Gefallen getan haben.
Was Banker und Broker dazu zu sagen haben, hat
Tobias Schlegl auf der After-Work-Party “Bankers & Brokers” herauszufinden versucht. Freilich alles kleine Fische und arme Würstchen, trotzdem setzt sich die dargebotene Stimmung vermutlich bis in die Führungsetagen fort.
01
ulolol… das ewige Rumgehacke auf der HRE-Rettung/Verstaatlichung nervt. Lehman Brothers hat eindrucksvoll demonstriert, wie heftig die Konsequenzen für die Realwirtschaft, und damit jeden Bürger sind, wenn eine große Bank pleite geht.
Und zur BfA: Irgendwo muss man schließlich anfangen zu sparen… und diese Bundesagentur ist sicherlich kein schlechter Start.
02
Nochmal: Einsparungen bei der Agentur haben spürbare Konsequenzen für die Menschen zur folge, wohingegen im Verteidigungs- und Innenministerium Milliarden ohne Gegenwert versickern.
Anders ausgedrückt ist die Not der Menschen real, greifbar und Alltäglich, wenn sie von immer weniger leben müssen, während wir heeren Zielen hinterherlaufen, wie in Afghanistan oder auf Wunsch von Frau Merkel auch gern im Irak, dem Iran oder am Horn von Afrika, oder einen Überwachungsapparat installieren, dessen Wirkungsgrad dem der DDR überragt und gleichzeitig aber keinen einzigen Terroristen mit diesen Maßnahmen treffen.
Das müssen endlich auch die “freien” “Liberalen” einräumen, haben sie aber nicht. Gerade opfern sie Regierungs- und Parteiprogramm Regierungsbeteiligung und ein paar billigen Posten.
Arbeit muss sich wieder lohnen, das ich nicht lache!