Angela Merkel öffnet Füllhorn (Update)
28. Juni 2009
Nachdem das “Regierungsprogramms” vor einer Woche durchsickerte, und kurz vor dem Wochenende erstmals innerparteiliche Diskussion innerhalb der CDU/CSU stattfand und sofort abgestellt wurde, öffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel heute ihre Füllhorn, mit dem CDU/CSU nicht nur die Bundestagswahl 2009 gewinnen, sondern auch jeden einzelnen Wähler entlohnen möchte.
Damit nicht jeder Cent den ein Arbeitnehmer mehr verdient durch die kalte Progression im Grunde wieder zum Finanzamt zurück geführt wird.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
ex. FDJ-Leitungsmitglied, bis 1984 Sekretärin für Agitation und Propaganda, Physikerin und Bundeskanzlerin Angela “Brutto-Brutto, Netto-Netto” Merkel erzählt dem Zuschauer etwas von »kalter Progression«, ohne rot zu werden wohlgemerkt.
Merkel präsentierte soeben ein Regierungsprogramm, dessen Finanzierung bei so ziemlich keinem Empfänger angekommen ist – weil es eben keine Finanzierungsvorschläge enthält, dessen Finanzierbarkeit ad hoc von so ziemlich jedem Sender inzwischen als unmöglich abgestraft wurde.
Zeitgleich zeigt Angela Merkels CDU/CSU symbolisch mit Stinke- und Zeigefinger auf Die Linke, obwohl die immerhin sowohl einen basisdemokratischen Parteitag zur Verabschiedung eines Programmes zustande bekommen hat, und zudem noch Vorschläge zur Finanzierung ihres Wahlprogrammes anbietet.
Wie zynisch muss ein CDU/CSU-Wähler sein?
Update #2: Wenige Tage vor der Wahl widmet sich auch die Tagesschau den Werbegeschenken und kommt mit wundervoll subtiler, bissig-ironischer Kritik an dem Verhältnis von SPD zu CDU/CSU bzw. Steinmeier zu Merkel: »Die SPD hat ihrem Kandidaten ein eigenes Logo spendiert und verteilt Button mit seinem Namen. Die CDU verzichtet auf Namen und verschenkt Kühlschrank-Magneten mit dem Schriftzug “Chefin”. Aus beiden lässt sich prima eine Koalition am Pullover installieren: Der SPD-Button gibt Halt, und die CDU-Chefin steht im Vordergrund, ist aber von der SPD abhängig.«

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Ein Kommentar zu “Angela Merkel öffnet Füllhorn (Update)”
01
Das die heutige Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel in der ehemaligen DDR
FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda war ist eine Tatsache
(Quelle: Wikipedia).
Und wenn man zu DDR Zeiten FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda war, dann muss man schon wirklich ein ziemlich roter Hut gewesen sein.
So glaube ich zumindest. Gerne zeigt sie ihren Finger auf Gregor Gysi von der Linkspartei, aber sie sollte sich eines sehr gut merken:
Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen!
Sie war auch
FDJ-Kreisleitungsmitglied
(Quelle: ebenfalls Wikipedia).
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